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Niederlage in 4 Sätzen Tsitsipas entzaubert Federer in Melbourne

  • Roger Federer muss seinen Traum vom 3. Australian-Open-Titel in Folge begraben. Er unterliegt Stefanos Tsitsipas 7:6, 6:7, 5:7, 6:7.
  • Nach 17 Siegen in Folge muss Federer in Melbourne erstmals wieder als Verlierer vom Platz.
  • Trotz 12 Breakchancen kann der Schweizer den Aufschlag von Tsitsipas nicht knacken.
  • In der Weltrangliste wird Federer mindestens auf Platz 6 zurückfallen.
  • Nach dem Aus in Melbourne blickt Federer voraus: Er bestreitet dieses Jahr die French Open.

Zum ersten Mal seit 2015 und dem Drittrundenaus gegen Andreas Seppi erreicht Roger Federer an den Australian Open die zweite Woche nicht.

Viel enger hätte die Partie nicht werden können: Vier «Long Sets» entschieden zugunsten des 20-jährigen Griechen, der zum ersten Mal in seiner Karriere einen Grand-Slam-Viertelfinal erreicht.

Federer brennt bereits auf Wiedergutmachung: An der Pressekonferenz nach der Partie gab er bekannt, dass er 2019 an den French Open antreten wird.

Tsitsipas mit dem einzigen Servicedurchbruch

Bereits am Hopman Cup in Perth hatten sich Federer und Tsitsipas ein Duell auf Messers Schneide geliefert. Dieses nahm viele Kilometer weiter ostwärts seine Fortsetzung: Bis zum ersten Break der Partie vergingen fast 3 Stunden.

Stefanos Tsitsipas
Legende: Pure Freude Stefanos Tsitsipas steht zum ersten Mal in seiner Karriere in einem Grand-Slam-Viertelfinal. Keystone

Es war Tsitsipas, der den Bann im 3. Satz brach und sich den Durchgang gleichzeitig sicherte. Federer hatte zuvor bei 12 Breakchancen nicht reüssieren können. Und musste feststellen, dass sein zu Beginn äusserst solider Service langsam etwas nachliess.

Mit der 2:1-Satzführung im Rücken beging der Grieche kaum mehr Fehler und brachte sein Jugendidol mit präzisen Grundlinienschlägen und seiner starken Rückhand immer mehr in Bedrängnis. Im insgesamt 3. Tiebreak der Partie machte Tsitsipas den Sack endgültig zu.

Legende: Video Tsitsipas: «Ich kann es nicht beschreiben» (engl.) abspielen. Laufzeit 05:32 Minuten.
Aus sportlive vom 20.01.2019.

Federer erwischt besseren Start

Die Partie hatte spannungsgeladen begonnen. Bereits das 1. Game, in dem Federer zwei Breakchancen verpasste, dauerte 8 Minuten.

Den Höhepunkt fand der 1. Durchgang im einzigen Tiebreak, das der Schweizer für sich entscheiden konnte. Er schwang mit 13:11 knapp obenaus, nachdem er seinerseits 3 Satzbälle abgewehrt hatte.

Schwung verloren

Auch der 2. Satz war umstritten, wobei Federer sein Spiel zu steigern vermochte und das Zepter eigentlich mehr als im 1. Durchgang im Griff hatte. 8 Chancen zum Break liess er aber ungenutzt verstreichen.

Die logische Folge: Die nächste Kurzentscheidung. Dort verlor Federer als erster den Faden. Einen Minibreak-Rückstand konnte er zwar aufholen, ab dem 3:3 blickte Tsitsipas aber nicht mehr zurück – und profitierte auch von ungewohnten Fehlern Federers.

Für Federer hat die Niederlage auch Konsequenzen im ATP-Ranking. Der Baselbieter wird mindestens auf Platz 6 zurückfallen.

Auch Vorjahresfinalist out

Nächster Gegner Tsitsipas' ist im Viertelfinal etwas überraschend Roberto Bautista Agut (ATP 24). Der Spanier bezwang Vorjahresfinalist Marin Cilic (ATP 7) in knapp 4 Stunden 6:7, 6:3, 6:2, 4:6, 6:4. Bautista Agut absolvierte im 4. Spiel an diesem Turnier seinen 3. Fünfsätzer.

Legende: Video Vorjahresfinalist Cilic scheitert an Bautista abspielen. Laufzeit 00:19 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 20.01.2019.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 20.01.2019, 09:00 Uhr.

61 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Künzi (Unbestimmt)
    Was mich eher fasziniert am Sport ist die Leistung die Menschen erbringen können, die Schönheit und der Spielwitz, das liebe ich am Sport. Ich identifiziere mich fast gar nicht mit der Nationalität. So macht das zuschauen viel mehr Spass. Ehrgeiz braucht es zwar, kann aber auch hinderlich und sogar stöhrend sein. Und Verbissenheit ist geradezu unsportlich.
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  • Kommentar von Hansruedi Elsener (Haru)
    Das SRF Team muss noch lernen, die Zeit von Federer, Djoko und Nadal dem Ende zugehen. Roger ist und bleibt für lange Zeit der Größte. Dem Jungen Tsitsipas, gerade mal 20 Jahre jung sei so ein Erfolg gegönnt.
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  • Kommentar von Rinaldo Del-grande (Rinaldino)
    Mich wunderte dass RF die French Open bestreiten will. Er will mit einem Grand Slam Sieg vielleicht die Karrieten beenden , was ihm nicht gelingen wird . Neben Nadal / Djokovic sind jetzt auch die Jungen die an die Spize drängen wie Zvetev /Tsitsipas
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