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Alexander Zverev.
Legende: Bitter enttäuscht Alexander Zverev. Keystone
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Rechtsstreit mit (Ex-)Manager Zverev: «Was gerade los ist, ist einfach nur abartig»

Alexander Zverev ist mit seinen Gedanken derzeit überall, nur nicht beim Tennis. Das war in der 1. Runde nicht zu übersehen.

«Die letzten zwei Tage waren persönlich sehr hart für mich», sagte Zverev im englischen Teil der Pressekonferenz, ohne dabei ins Detail zu gehen. Auf Deutsch äusserte er sich dann etwas konkreter. Es geht nach wie vor um den schwelenden Rechtsstreit mit seinem (Ex-)Manager Patricio Apey, auch wenn er dessen Namen nicht explizit nannte.

«Er versucht gerade, mir das Leben so schwer wie möglich zu machen. Und das tut er vor einem solch wichtigen Turnier extra. Was gerade los ist, ist abartig. Ich darf nichts Offizielles sagen, aber es ist einfach nur abartig. Es gibt wieder Neuigkeiten, das können Sie sich nicht vorstellen», redete sich der 22-Jährige in Rage.

Ich dachte, wir sind Freunde. Wie kann ein normaler Mensch so etwas tun?
Autor: Alexander Zverev

Die Wunden, welche die jüngsten Vorkommnisse hinterlassen haben, scheinen tief zu sein. «Ich dachte, wir sind Freunde. Wie kann ein normaler Mensch so etwas tun?», fragte Zverev in die Runde. Nur zu gerne hätte der Deutsche Details preisgegeben, darf dies aber nicht tun. Wann die Wogen endlich geglättet werden können, weiss Zverev nicht.

Ein monatelanger Rechtsstreit

Zverev wollte Anfang Jahr aus dem bis 2023 laufenden Vertrag aussteigen. Die Agentur «Team8», bei der auch Roger Federer seine Finger im Spiel hat, hatte bereits ihre Fühler ausgestreckt. Apey gab sich aber nicht so schnell geschlagen. Die Folge ist ein monatelanger Rechtsstreit, dessen Ende nicht absehbar ist.

Video
Der Matchball: Vesely schickt Zverev nach Hause
Aus Sport-Clip vom 01.07.2019.
abspielen. Laufzeit 46 Sekunden.

Aufs Tennis kann sich der Deutsche derzeit jedenfalls kaum konzentrieren. Deshalb möchte er sich nun rar machen. «Ich gehe irgendwo hin, wo mich keiner finden kann», erklärte der niedergeschlagene Zverev.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 1.7.19, 12 Uhr

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Roland Gasche  (NachDenker)
    Ich bin nicht der Meinung dass Zverev bereits alles mitbringt, Becker hat es schon mehrmals erwähnt, Zverev hat Talent das reicht aber bekanntlich nicht um wirklich ein Grosser zu werden. Er hat noch Zeit, aber auch die ist mal vorbei. Interessanter Weise ist es bei ihm immer wieder etwas anderes das Schuld an seinem Scheitern ist, momentan ist es gerade sein Rechtsstreit.
  • Kommentar von Mathis Schlegel  (what)
    Sehr mühsam für Zverev.
    Solche "Bindungsverträge" werden uns in Zukunft noch viel beschäftigen, ob Sportliche oder Sonstige.
  • Kommentar von André Nedwed  (A.Nedwed)
    Eigentlich hat man für solche Angelegenheiten ein Team, sodass man sich ausschließlich auf sein Tennis konzentrieren kann! Dass sein Team die Familie ist, wird schon lange bemängelt. Trotzdem schade, er bringt alles mit, um große Turniere erfolgreich zu gestalten. Aber eben, dazu gehört halt auch ein professionelles Team!