- Félix Auger-Aliassime (CAN/ATP 6) gewinnt gegen Alejandro Tabilo (CHI/ATP 36) in 3 Sätzen und steht erstmals im Viertelfinal der French Open.
- Dort trifft er auf Flavio Cobolli (ITA/ATP 14), der Zachary Svajda (USA/ATP 85) 6:2, 6:3, 6:7 (3:7), 7:6 (7:5) schlägt.
- Trotz des frühen Aus der Weltnummer 1 Jannik Sinner stehen mit Cobolli, Matteo Berrettini (ATP 105) und Matteo Arnaldi (ATP 104) 3 Italiener im Viertelfinal.
Félix Auger-Aliassime (ATP 6) steht nach einem Dreisatzsieg über Alejandro Tabilo (ATP 36) erstmals in der Runde der letzten 8 von Roland Garros. Lange deutete wenig auf einen so deutlichen Ausgang zugunsten des Kanadiers hin, der den ersten Satz dank eines Breaks zum 5:3 eingetütet hatte. Denn im 2. Umgang agierte Tabilo mindestens auf Augenhöhe, zeigte aber ein schwaches Aufschlagspiel bei 5:5, was Auger-Aliassime gleich zum Servicedurchbruch nutzte. Danach war Tabilo demoralisiert – und chancenlos gegen einen befreit aufspielenden Auger-Aliassime. Dieser gab nach dem Break noch genau ein Game ab und zeigte unter anderem ein perfektes Aufschlagspiel (4 Asse) auf dem Weg zum 6:3, 7:5, 6:1-Sieg über den Chilenen.
Auger-Aliassimes Gegner im Viertelfinal heisst Flavio Cobolli (ATP 14). Dieser erfuhr erst im 3. Satz ernsthafte Gegenwehr von seinem Achtelfinal-Gegner, Zachary Svajda (ATP 85). Gleich zu Beginn des Umgangs wurde er vom US-Amerikaner gebreakt. Nach dem sofortigen Rebreak des Italieners blieb alles in der Reihe bis zum Tiebreak, wo Svajda dank eines 7:3 einen 4. Durchgang erzwang. Cobolli reagierte stark auf den Satzverlust und führte rasch mit 5:1. Mit der drohenden Niederlage vor Augen spielte Svajda befreit auf, nahm Cobolli zwei Mal den Aufschlag ab und erzwang ein Tiebreak. Dort verwertete der 24-jährige Italiener seinen 2. Matchball und qualifizierte sich zum 2. Mal für einen Grand-Slam-Viertelfinal (nach Wimbledon 2025).
Cobolli wird nicht der einzige Italiener in den Viertelfinals der diesjährigen French Open sein: Matteo Berrettini (ATP 105) setzte sich gegen Sinner-Bezwinger Juan Manuel Cerundolo (ARG/ATP 56) in 2:29 Stunden und dank zweier gewonnener Tiebreaks 6:3, 7:6 (7:2), 7:6 (8:6) durch. Im gesamten Spiel gab es lediglich drei Breaks. Für Berrettini, den Wimbledon-Finalisten von 2021, ist es der erste Vorstoss in einen Grand-Slam-Viertelfinal seit den US Open 2022.
In der Runde der letzten Acht trifft Berrettini auf einen Landsmann. Matteo Arnaldi (ATP 104) rang in einer epischen Nightsession Frances Tiafoe (ATP 22) nach knapp fünfeinhalb Stunden 7:6 (7:5), 6:7 (5:7), 3:6, 7:6 (7:3), 6:4 nieder. Die Partie ging unter Flutlicht um 01:09 Uhr auf Court Suzanne-Lenglen zu Ende. Dabei hatte Tiafoe im 4. Satz mit 4:1 geführt und steuerte auf den Sieg zu, als Arnaldi das Ruder noch herumriss. Der Italiener hatte schon in der 3. Runde beim 5-Satz-Sieg über den Belgier Raphael Collignon (ATP 62) knapp 5 Stunden auf dem Platz gestanden.