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30. Geburtstag als Meilenstein Cilic lässt die Tennis-Szene noch älter aussehen

Marin Cilics 30. Geburtstag ist gleichbedeutend mit einem Armutszeugnis für die junge Tennis-Generation. Warum?

Marin Cilic lächelt.
Legende: Grund zur Freude Marin Cilic ist 30 – und auf dem Court noch absolut kompetitiv. Imago

Marin Cilic durfte am Freitag ein neues Lebensjahrzehnt in Angriff nehmen, sein viertes. Für das Männer-Tennis ist dies kein Grund für Jubelstürme. Denn:

  • Ab sofort ist kein aktiver Grand-Slam-Sieger mehr jünger als 30 Jahre. Vor dem kroatischen US-Open-Champion 2014 hatten schon Roger Federer (20 Titel/37 Jahre), Rafael Nadal (17/32), Novak Djokovic (14/31), Andy Murray (3/31), Stan Wawrinka (3/33) sowie Juan Martin Del Potro (1/30) diese Altersgrenze geknackt.
  • Und nach Cilics Aufstieg in den Ü30-Club ist French-Open-Finalist Dominic Thiem (25) der einzig übrig gebliebene Akteur, der jünger als 30 ist und heuer im Endspiel eines Major-Turniers stand.

Rafael Nadal nahm kürzlich pointiert Stellung zur jahrelangen Dominanz der gleichen Garde: «Es gibt zwei Gründe dafür. Entweder sind wir so aussergewöhnlich oder die nachrückende Generation ist zu wenig gut.»

Cilic (ATP 6) feierte seinen Geburtstag übrigens mit einem Twitter-Aufruf: Er hielt seine Fangemeinde dazu an, schlechter gestellten Menschen in seinem Namen eine Freude zu bereiten.

Legende: Video Cilic unterliegt Federer im Melbourne-Final 2018 abspielen. Laufzeit 05:16 Minuten.
Aus sportpanorama vom 28.01.2018.

3 Kommentare

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  • Kommentar von Daniel Häberlin (Svensk)
    Nachträglich alles Gute an Marin Čilić zu seinem 30. Geburtstag! Ich wünsche ihm weiterhin gute Gesundheit und hoffe für ihn, dass er im Herrentennis noch einige Jahre ganz vorne wird mit dabei sein können (und vielleicht auch noch das eine oder andere grosse Turnier gewinnt). Und noch eine Botschaft an die jungen Tennisspieler: Lasst euch nicht entmutigen! Eure Zeit wird schon noch kommen! Denkt immer daran: Murray gewann seinen ersten Grand-Slam-Titel mit 25, Wawrinka sogar erst mit knapp 29.
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  • Kommentar von Seppli Moser (Moser)
    Becker meinte mal, zu seinen Zeiten sei eine solche Dominanz nicht möglich gewesen, da es mehr grosse Spieler gab wie z.B. Edberg, Agassi usw. Absoluter Blödsinn, eher ist es so, dass zu seinen Zeiten Leute wie Murray, Berdych, Hewitt, Roddick usw. viel mehr GS gewonnen hätten. Also sind RF, Nadal, Nole einfach absolute Ausnahmeerscheinungen. Warum die Jungen nicht nachkommen, liegt ev. auch an den modernen Zeiten, wo man anstatt trainieren noch ein wenig am Handy bleiben möchte.
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    1. Antwort von Daniel Häberlin (Svensk)
      Absolut richtig, Herr Moser! Als Sampras' Ära sich dem Ende zuneigte, gab es ja eine ganze Reihe von Jungtalenten, die in seine Fussstapfen hätten treten können (u. a. Hewitt, Roddick, Safin und Ferrero). Federer war damals nur einer von vielen, und einige seiner gleichaltrigen Konkurrenten hatten bis Ende 2003 schon wesentlich mehr erreicht als er. Nur entwickelte er sich irgendwann weiter und schaffte es so langfristig an die Spitze, so wie einige Jahre nach ihm Nadal und noch später Đoković.
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