Seit 20 Jahren ist Severin Lüthi Captain des Schweizer Davis-Cup-Teams. 2014 gewann die Schweiz unter seiner Leitung den Davis Cup, «das persönliche Highlight meiner Trainer-Karriere», wie Lüthi sagt.
Dabei hat sich der Berner einen weitaus grösseren Namen als Trainer von Roger Federer gemacht. Rund 15 Jahre begleitete er den besten Schweizer Tennisspieler der Geschichte und feierte unzählige Erfolge mit ihm.
«Es hätte sicher auch schlimmer herauskommen können», blickt Lüthi mit einem Lachen auf die Zeit mit Federer zurück. Im Nachhinein empfinde er die Zeit, welche er neben dem Platz mit Federer verbracht habe, fast wichtiger. «Es geht um das Leben und Freundschaften, das ist vor allem das, was bleibt», so Lüthi, der auch jetzt noch eng mit Federer befreundet ist.
Dass er sich im Tennissport bewegen darf, sei ein «riesiges Privileg», sagt Lüthi, «für mich hat es sich nie angefühlt, als würde ich arbeiten». Mit Henry Bernet befindet sich zudem ein nächstes grosses Talent unter seinen Fittichen. Kein Wunder, meint Lüthi: «Es wird mir nicht langweilig.»