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Nach Reformation des Davis Cup Federer will keinen Piqué-Cup

Am Rande der US Open in New York äussert sich Roger Federer erstmals zum reformierten Davis Cup.

Roger Federer an einer Medienkonferenz.
Legende: Rät Piqué zur Vorsicht Roger Federer. Keystone

Federer sieht in der Revolution des Davis Cups mit einem Finalturnier für 16 Teams innert einer Woche vor allem eine Chance: «Jetzt müssen alle, ATP, ITF und Laver Cup, an einen Tisch sitzen und reden.» Er wies darauf hin, dass sich die Spieler in Wimbledon klar gegen den geplanten Termin im November (nach den ATP Finals) ausgesprochen hätten.

Kritisch zeigt sich Federer gegenüber dem Investoren Gerard Piqué. Er habe mit dem Fussballer noch nicht gesprochen. «Es ist für uns Tennisspieler schon ein wenig komisch, einen Fussballer in unserer Welt zu haben. Er muss sicher vorsichtig sein. Nicht, dass es einen Piqué-Cup gibt und der Davis Cup beiseite geschoben wird.»

Davis Cup, World Team Cup und Laver Cup: Was ist was?

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  • Davis Cup

Format: Finalturnier mit 18 Nationen. 6 Dreiergruppen; anschliessend Viertelfinal, Halbfinals und Final. 2 Einzel und 1 Doppel auf 2 Gewinnsätze pro Begegnung.

Datum: Ende November.

Austragungsort: Alternierend.

ATP-Punkte: Aktuell keine.

Erstaustragung: 1900; im neuen Format ab 2019.

  • World Team Cup

Format: Turnier mit 24 Nationen (Format noch offen).

Datum: Im Januar, vor den Australian Open.

Austragungsort: In mehreren australischen Städten; Final in Sydney.

ATP-Punkte: Ja (genaue Anzahl noch nicht bekannt).

Erstaustragung: 1975; im neuen Format ab 2020.

  • Laver Cup

Format: 2 Teams (Europa und Rest der Welt) à je 6 Spieler. 9 Einzel und 3 Doppel über 3 Tage verteilt.

Datum: Ende September.

Austragungsort: Alternierend. 2017 in Prag, 2018 in Chicago.

ATP-Punkte: Keine.

Erstaustragung: 2017.

Davis Cup im September?

Als möglicher Alternativtermin für den Davis Cup, für den der ITF verantwortlich ist, wurde der September genannt. Dort fanden bisher die Davis-Cup-Halbfinals und -Playoffs statt. Eine Woche später steht jedoch der von Federer mitgegründete Laver Cup (beste Spieler Europas gegen den Rest der Welt) im Programm. Zudem folgt ab 2020 Anfang Januar der von der ATP wiederbelebte World Team Cup.

4 Kommentare

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  • Kommentar von Luis Seitz (Luigi02)
    Federer ist zweifelsfrei ein sympatischer Typ, aber ich verstehe das gejammer nicht. Ohne die Reform gäbe es keinen Davis Cup mehr und die Teilnahme ist immer noch freiwillig. Wo ich Federer aber zustimme ist, dass es bedenklich ist, dass ein Fussballer ein Tennisturnier sponsert.
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    1. Antwort von Josef Graf (Josef Graf)
      Herr Seitz, was soll bedenklich daran sein, dass ein Spitzensportler einen Sportanlass in einer anderen Weltsportart sponsort? Es gibt keine sachlichen Gründe, welche dagegen sprechen würden. Oder anders gefragt: Soll denn wirklich Alles den Banken, Versicherungen, Luxusartikelverkäufern oder z.B. Uniqlo mit problematischen Arbeitsbedingungen usw. überlassen werden?
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  • Kommentar von jean-claude albert heusser (jeani)
    Richtig so Roger! Die "Spieler" sollten das entscheiden und nicht die "Funktionäre"!
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    1. Antwort von Josef Graf (Josef Graf)
      Gut, Herr Heusser, dass Sie Spieler und Funktionäre je in Anführungszeichen setzen. Gerade RF beansprucht nämlich beide Funktionen. Als Funktionär ruft er mit dem Laver-Cup einen lukrativen Konkurrenzanlass zur ATP und zum Davis-Cup ins Leben, und als Spieler jammert er über die Terminprobleme. In den letzten Jahren hat er sich auch gar nicht mehr für den Davis-Cup interessiert. Jetzt, da jemand versucht, diesen für Spieler wie ihn wieder attraktiv zu machen, stört ihn der Beruf des Sponsors.
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