Drei Schweizerinnen im Halbfinal von Gstaad

Schweizer Festspiele im Berner Oberland: Neben dem Duell zwischen Rebeka Masarova und Viktorija Golubic kämpft auch Timea Bacsinszky am Samstag-Nachmittag um den Einzug in den Final.

  • Rebeka Masarova - Annika Beck 7:5, 6:2
  • Viktorija Golubic - Carina Witthöft 7:6 (7:4), 7:6 (7:4)
  • Timea Bacsinszky - Johanna Larsson 6:0, 6:1
  • Historisch: Noch nie standen 3 Schweizerinnen in einem WTA-Halbfinal
  • Das Duell Masarova - Golubic beginnt nicht vor 14:30 Uhr

759 Plätze trennen Rebeka Masarova (WTA 797) und Annika Beck (WTA 38) in der Weltrangliste. Davon war im Viertelfinal von Gstaad aber wenig zu sehen: Der Höhenflug der jungen Schweizerin ging mit einem Zweisatz-Sieg (7:5, 6:2) ungebremst weiter.

Im Halbfinal wartet am Samstag-Nachmittag mit dem Schweizerinnen-Duell gegen Viktorija Golubic bereits der nächste Höhepunkt. Seit 2012 und der damals ebenfalls 16-jährigen Kroatin Donna Vekic hat nie mehr eine Debütantin bei einem WTA-Turnier die Runde der letzten 4 erreicht.

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Winner-Spektakel

Dabei hatte das Spiel für Masarova denkbar schlecht begonnen: Gleich beim ersten Aufschlagspiel wurde die Teenagerin gebreakt. Daraufhin legte sich die Startnervosität und Masarova gewann immer mehr die Überhand.

Auf einen neuerlichen Servicedurchbruch der Deutschen reagierte die 16-Jährie mit 2 Breaks und holte sich – nicht zuletzt dank 20 (!) Winnern – den 1. Satz.

Im 2. Umgang behielt Masarova auch in den zahlreichen langen Ballwechseln die Nerven. Nach rund 69 Minuten verwertete sie ihren 1. Matchball zum Sieg.

Golubic folgt mit Verspätung

Etwas länger brauchte Viktorija Golubic (WTA 105) für ihren Erfolg gegen Carina Witthöft (100). Die 23-jährige Zürcherin kämpfte knapp 2 Stunden für ihren nervenaufreibenden Zweisatz-Sieg (7:6, 7:6).

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Das Duell gegen die 21-jährige Deutsche war ein regelrechtes Break-Festival: Nicht weniger als 12 Servicedurchbrüche gab es zu verzeichnen. Dennoch fielen beide Satz-Entscheidungen jeweils erst im Tiebreak. Mit dem besseren Ende für Golubic, die genau wie Masarova zum ersten Mal in einem WTA-Halbfinal steht.

Bacsinszky souverän

Die topgesetzte Timea Bacsinszky wurde gegen Johanna Larsson (WTA 55) ihrer Favoritenrolle vollkommen gerecht. Die Waadtländerin liess der Schwedin beim 6:0, 6:1-Sieg keine Chance. Die Schweizer Weltnummer 17 war ihrer Kontrahentin in allen Belangen überlegen und profitierte zusätzlich von einer hohen Fehlerquote Larssons.

Bacsinszky steht damit zum ersten Mal seit dem Turnier in Rabat im April wieder in einem WTA-Halbfinal. Dort trifft sie auf die Niederländerin Kiki Bertens (WTA 26), gegen die sie vor 6 Wochen im Viertelfinal der French Open verloren hat.

Historische Premiere

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 16.07.2016, 11:00 Uhr