Wie sich Olympische Spiele anfühlen, das weiss Golferin Albane Valenzuela bereits. 2016 war die Genferin als 18-Jährige und damals noch Amateurspielerin in Rio de Janeiro am Start. «Das war ein erster Vorgeschmack. Ich bin stolz, nun hier zu sein. Das war mein grosses Ziel», freut sich Valenzuela. Ihr primäres Ziel sei es, besser abzuschneiden als vor 5 Jahren. Damals wurde sie 21.
Ich bin erst 23 Jahre alt und stehe am Beginn meiner Karriere. Ich mache mir deshalb keinen zusätzlichen Druck.
Welche Chancen Valenzuela auf einen Spitzenplatz am viertägigen Olympia-Turnier hat, ist kaum abzuschätzen. Sie steigen jedoch durch die Tatsache, dass selbst die im Frauengolf übermächtigen Nationen Südkorea und USA nur je vier Spielerinnen stellen können. «Es gab zuletzt viele Premieren-Siegerinnen auf der Tour, das macht mir Mut», erklärt die 23-Jährige.
Das Träumen von einer Medaille sei deshalb erlaubt, so Valenzuela, sagt aber auch: «Ich bin erst 23 Jahre alt und stehe am Beginn meiner Karriere. Ich mache mir deshalb keinen zusätzlichen Druck.»
Support von der Familie
Begleitet wird Valenzuela in Tokio von ihrem Bruder Alexis, der sie seit 6 Wochen als Caddie unterstützt. «Er ist gleichzeitig auch mein Coach und mein bester Freund», so die Kosmopolitin.
Die Familie ist Valenzuela ungemein wichtig, in Rio wich ihr Vater nicht von ihrer Seite. Valenzuela ist die Tochter eines Mexikaners und einer Französin. Sie verbrachte ihre Kindheit grösstenteils in Genf. Mit 14 Jahren bekam sie den Schweizer Pass. Ihren Stolz, die Schweiz zu vertreten, zeigt sie unverhohlen. Auch ab Mittwoch, wenn sie endlich ins Geschehen eingreifen darf.