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Französischer Boxer wegen Disqualifikation im Sitzstreik
Aus Tokyo 2020 Clips vom 01.08.2021.
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Nach Ausschluss im Boxturnier Beschwerde des Franzosen Aliev vom TAS abgewiesen

Der französische Superschwergewichtler Mourad Aliev wurde wegen seinem Ausschluss aus dem olympischen Boxturnier beim Sportgerichtshof in Lausanne vorstellig.

Mourad Aliev war am Sonntag im Viertelfinal der Klasse bis 91 kg wegen eines Kopfstosses disqualifiziert worden. Tags darauf bestätigte das Internationale Olympische Komitee (IOC) den Ausschluss des 26-Jährigen. Als Grund nannte das Gremium allerdings «unsportliches Verhalten» im Nachgang der Sperre. Der Franzose hatte das Verdikt des Ringrichters mit einem Sitzstreik quittiert.

In der Folge ging Aliev beim Internationalen Sportgerichtshof (TAS) gegen beide Entscheidungen vor. Er forderte «die Annullierung der Disqualifikation und die Wiederaufnahme des Kampfes ab der 2. Runde mit einem anderen Kampfrichter». Die Ad-Hoc-Division des TAS wies den Antrag Alievs allerdings ab. Die Begründung: Die Disqualifikation sei noch im Ring erfolgt. Einen solchen Tatsachenentscheid könne der TAS nicht umstossen.

Wortwörtlich: Aliev liess das Ganze nicht auf sich sitzen

Nach internen Skandalen ist in Tokio nicht der Weltverband AIBA für die Ausrichtung des Boxturniers zuständig, sondern das IOC.

Aliev empfand seine Disqualifikation im Kampf gegen den Briten Frazer Clarke als ungerecht und lehnte sich dagegen auf. «Das ist unfair, jeder hat gesehen, dass ich gewonnen habe», brüllte er und schlug in Richtung einer Fernsehkamera. Später beharrte Aliev darauf, die Kampfleitung habe ihm gegenüber eingeräumt, eine Fehlentscheidung getroffen zu haben, die sich allerdings nicht zurücknehmen lasse.

SRF zwei, sportlive, 03.08.2021 01:55 Uhr;

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Müller  (pedromulinho)
    Sitzt er denn immer noch?
  • Kommentar von Frankie Otero  (Nick Name)
    Ganz zu Beginn dieser Aufnahmen, als er links in den Seilen hängt, taucht er zweimal weg und stösst dann mit dem Kopf von unten her hoch. Beim ersten Mal trifft er den Gegner vermutlich nicht, beim zweiten Mal aber sehr wohl, Hals, Kiefer und Wange links. Man sieht es auf dem Standbild. Ob das alleine zu einer Qualifikation reicht, ist eine andere Frage.
  • Kommentar von Raphael Christen  (Raphi1807)
    Was meinen die Boxexperten zum ursprünglichen Entscheid? Als Laie kann ich keinen Kopfstoss ausmachen.