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Sex mit sich selber, liebe Damen
Aus Musikwelle Magazin vom 21.09.2015.
abspielen. Laufzeit 05:03 Minuten.
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Alleine muss nicht unbefriedigt heissen

Der Partner fehlt, aber auf die Pirsch mag man nicht mehr gehen. Als Frau in einem gewissen Alter erst recht nicht. Und eigentlich ist ja alles gut. Wenn da nicht diese Lust wäre – oder die Erinnerung daran. Selbstbefriedigung hilft, ist aber gerade für die ältere Generation ein Tabu.

Der Mensch ist von Natur aus ein sexuelles Wesen – von der Geburt bis zum Tod. Ein Wesen mit einem angeborenen Erregungsreflex, erklärt Sexologin Christa Gubler: «Beim Mann zeigt sich das schon als kleines Kind, dass er einen ‹Steifen› haben kann. Den kann er schnell mit angenehmen Gefühlen verbinden.» Anders bei der Frau: «Da sind die stimulierenden Regionen nicht so offensichtlich, was ganz andere Lernschritte erfordert»

Das heisst, sie muss die Erregung erst entdecken, um sie selber auszulösen. Die Erregung auslösen ist das eine, sie zu geniessen nochmal etwas anderes. «Bei älteren Frauen ist es immer so, dass Sexualität mit einem Partner eher erlaubt ist als Sex mit sich selber zu haben», weiss Christa Gubler.

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Aus Kulturplatz vom 23.09.2015.
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«Es braucht stets ein Überwinden von Scham und Peinlichkeit, um zuzugeben, dass man selber eine sexuell erregbare Frau ist. Und dass das gesund ist und schön, und dass einen das nicht zu einer Schlampe macht.»

Es ist nie zu spät, sich besser kennenzulernen

Um die eigene Sexualität mit sich selber zu entdecken, ist man nie zu alt. Das zeigt auch ein Beispiel aus der Praxis der Sexologin: «Meine älteste Klientin war 84 Jahre alt. Sie hat gesagt, sie wolle einfach nicht im Sarg liegen, ohne sich selber befriedigt und einen Orgasmus erlebt zu haben.»

Das Beispiel zeigt: Es ist nie zu spät, um anzufangen. Und so kann der Einstieg in späteren Jahren gelingen:«Später einsteigen heisst zunächst, die eigene Sexualität und den eigenen Körper kennenlernen. Sich genau zu betrachten und nicht nur das Äussere, sondern sich auch innen zu erforschen», empfiehlt Christa Gubler. Ferner gelte es, herauszufinden, welche Bedürfnisse da sind, was antörnt, was passiert, wenn man sich wie berührt – insgesamt also Wissen und Wahrnehmungen zu verstärken.

So lasse sich auch ein Begehren entwickeln, eine Vorfreude auf die Erregung und allenfalls mehr, sagt die Sexologin. Eine Entdeckungsreise, auf der man merke, was einem Freude bereitet, seien dies Bücher, Filme, spezielle Werkzeuge oder ein bestimmtes Verhalten. «Neugier und Spielen sind zwei ganz wesentliche Faktoren», betont Gubler.

Ein solche Spiel kann zum Beispiel eine romantische Verabredung mit sich selber sein. Die kann man in die Agenda eintragen und sich den ganzen Tag darauf freuen.

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16 Kommentare

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  • Kommentar von M.Kaiser , Rebstein
    Sie müssen mal den Nippel durch die Lasche ziehn und den kleinen Hebel noch oben drehn und sie werden sehn, alles kann erfolgreich selbst gescheeeehn. So würde Maik Krüger das Problem besingen :-)
  • Kommentar von Michael Ende , Zürich
    Sexuelle Praktiken gehören mit Sicherheit nicht zu den Aufgaben von SRF. Zeit den Saftladen die öffentlichen Gebührengelder zu kappen !
    1. Antwort von Lars K , Zürich
      Oh man, eine bemitleidenswerte Aussage. An gewissen Kommentaren und den Leuten dahinter sieht man, dass die Meinungsfreiheit doch nicht so gut ist wie sie zu sein scheint. Genau so die Demokratie, gewisse Primaten sollten das Privileg abstimmen zu können nicht geniessen dürfen.
    2. Antwort von Thomas Schoeni , Grenchen
      Hier werden keine praktiken beschrieben. Wie verklemmt sind Sie denn?!
  • Kommentar von Paul diener , Rapperswi
    Regula, I Love you