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Fertiggerichte – Schnell gegessen, schneller dick
Aus Puls vom 27.05.2019.
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Dickmacher Fertigmahlzeiten Mehr als nur eine Frage der Kalorien

Fertiggerichte sind kalorienreich und machen darum dick? Ganz so einfach ist es nicht, zeigt nun eine US-Studie.

Es ist längst kein Geheimnis mehr: Pizza, Burger und Pommes haben eine hohe Energiedichte. Isst man zu viel davon, nimmt man an Gewicht zu. Dazu kommt, dass es den meisten schwer fällt, sich bei diesen Gerichten im Zaum zu halten. Entsprechend isst man gerne mehr davon.

Doch weshalb ist das eigentlich so?

Diese Frage hat sich auch ein Team von Forschenden unter der Leitung von Ernährungsforscher Kevin Hall in den USA gestellt. Um sie zu beantworten, haben sie eine Studie durchgeführt.

Während zwei Wochen assen 20 freiwillige Personen nur Mahlzeiten aus frischen, unverarbeiteten Nahrungsmitteln. Dann, in der zweiten Hälfte des Experiments, assen sie nur noch industriell verarbeitete Nahrungsmittel. Dabei stellten die Forschenden die Mahlzeiten so zusammen, dass sie ungefähr die gleiche Energiedichte und Nährstoffzusammensetzung hatten.

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Die Testmenüs im Vergleich.
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Die überraschende Erkenntnis: Während der zwei Wochen, in denen sich die Probanden von Fertigprodukten ernährten, nahmen sie im Schnitt täglich 500 Kalorien mehr Energie auf – und das zeigte sich auch auf der Waage: Nach nur zwei Wochen hatten sie an Gewicht zugenommen.

Doch wenn die Gerichte ähnlich zusammengesetzt waren, wieso haben die Testpersonen trotzdem an Gewicht zugenommen?

Die Forschenden gehen davon aus, dass dies mit der Konsistenz der Produkte zu tun hat. Denn diese sind oft weicher und müssen dadurch weniger gekaut werden. So war auffällig, dass die stark industriell verarbeiteten Produkte im Schnitt deutlich schneller, und darum auch mehr davon gegessen wurden.

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Die Konsistenz verarbeiteter Lebensmittel hat einen Einfluss auf die Hungerhormone.
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Dies konnten die Forschenden auch im Körper messen: Beim Verzehr der Fertiggerichte, schüttete der Körper mehr Hormone aus, die den Appetit anregten als solche, die ihn stoppten.

Kleiner Rahmen – wichtige Aussage

Zwar wurde die Studie in einem kleinen Rahmen von nur 20 Probandinnen und Probanden durchgeführt, die Ergebnisse zeigen jedoch trotzdem klar: Will man verstehen, wie stark verarbeitete Nahrungsmittel die Gesundheit des Menschen beeinflussen, kommt es nicht nur auf die Zusammensetzung und Menge der Kalorien der Nahrung an.

Dies ist eine wichtige Erkenntnis, findet auch Christine Brombach, Professorin für Ernährung und Consumer Sciences an der ZHAW in Wädenswil. Denn heute stellten wird weltweit eine sehr starke Zunahme an Übergewicht fest. Und das besonders in Ländern, wo viele solche Produkte gegessen werden. Es bestehe somit ein grosses Interesse daran, die tatsächliche Wirkung solcher Produkte besser zu verstehen.

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«Die Studie zeigt sehr schön, wie solche hochverarbeiteten Produkte tatsächlich physiologisch wirken.»
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Für Konsumenten zeigt die Studie jedoch bereits heute eines klar auf: Wer abnehmen oder sein Gewicht halten will, der sollte weniger hoch verarbeitete Fertigprodukte zu sich nehmen.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Martin Tanner  (mikado5034)
    Wow! Eine Studier mit, wieviel, 20 Probanden? Das sollte nicht mal den Begriff "Studie" tragen sondern noch unter Selbstexperiment geführt werden. Und einem SRF würde es gut anstehen, nicht einfach plakative Beiträge aus den USA, noch dazu dieser Qualität, abzudrucken. Von einem Qualitätsmedium erwarte ich etwas mehr.
  • Kommentar von jean-claude albert heusser  (jeani)
    Arbeitsstress und Freizeitstress und keine Zeit sich gesund zur ernähren! Wo bleibt da die Logik?
  • Kommentar von Christian Halter  (Halterius)
    Die Studie ist SEHR schlecht designt: Wenn beim Fastfood viel mehr gegessen und dadurch viel mehr Kalorien zu sich genommen werden kein Wunder! Wenn man 5 Becher Zuckerlimonade in 10 Sekunden trinken kann (welche noch mehr Durst macht) oder Müsli mit einer Tonne sättigender Balaststoffe vergleichen, welches stopft und satt macht, nehmen sie weniger Kalorien zu sich, weil früher satt. Und (kurzkettiger) Zucker wirkt völlig anders als z.B. Kohlenhydrate aus Bohnen.
    1. Antwort von Franz NANNI  (igwena ndlovu)
      Sie haben uebersehen, die Studie beinhaltet gleich grosse Kalorienmengen
      pro Mahlzeit und Proband.. Das wurde vorgaengig berechnet..