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Nomophobie: Die Angst, nicht erreichbar zu sein.
Aus 100 Sekunden Wissen vom 04.01.2016.
abspielen. Laufzeit 02:09 Minuten.
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Die Panik im Funkloch hat einen Namen

Wer in Stress gerät, wenn er nicht erreichbar ist, leidet vielleicht an einem Phänomen unserer Zeit: der Nomophobie.

Immer erreichbar, ständig «up to date»: Mit dem Handy, den Smartphones allemal, ist das jederzeit möglich. Wenn dann das geliebte Gerät versehentlich zuhause liegenbleibt oder ausfällt, kann das nervös machen. Machen sich in solchen Fällen oder im Funkloch echte Entzugserscheinungen wie Angst, depressive Verstimmungen, ein Nacktheitsgefühl ohne Handy oder eine echte Gier nach dem Mobilgerät breit, ist die Freude an der technischen Spielerei möglicherweise aus dem Ruder gelaufen.

Experten sprechen dann von Nomophobie – der «no mobile phone phobia». Die Nomophobie ist ein neues, aber bereits weit verbreitetes Problem.

Eine britische Studie von 2012 zeigte, dass in England zwei von drei Mobiltelefonnutzern ohne ihr Handy nicht leben können – vor allem Smartphonebesitzer. Allerdings: Auch bei der Nomophobie wird die Handynutzung erst dann zum Problem, wenn der oder die Betroffene ihr Verhalten als problematisch empfindet. Wie bei allen Phobien hilft dann eine Verhaltenstherapie, in welcher der Handyeinsatz Schritt für Schritt reduziert wird.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Max Huber , Uster
    Juhui! ... Dann kann sich ja die Pharma an die Arbeit machen und eine neue Pille entwickeln...
  • Kommentar von Les McCan , Aarau
    Einst traf ich die stets aufgestellte 14-jährige Tochter eines mir bekannten Ehepaars ganz traurig und aufgelöst. Ich fragte nach, was denn der Grund der betrübten Stimmung sei. Ich dachte, das Mädchen habe vielleicht Probleme in der Schule, Liebeskummer oder dergleichen. Ihre Antwort: Mein Handy ist heute kaputt gegangen und deshalb ginge es ihr so schlecht. Eine Woche später sah ich sie wieder wie gewohnt, aufgestellt und fröhlich, mit einem neuen Handy.