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Legende: Da grosse Wildtiere verschwinden, essen Menschen Flughunde und Nager. Diese tragen besonders viele Erreger in sich. Reuters
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Epidemien verhindern Der Kampf gegen die unbekannten Krankheitserreger

Über 70 Prozent aller Krankheiten haben ihren Ursprung im Tierreich. Forscher suchen aus diesem Grund im Dschungel nach unbekannten Viren – um sie im Keim zu ersticken.

Lange Zeit schlummerte das Ebolavirus im Dschungel. Zwar forderte es immer wieder Menschenleben, doch erst mit dem Ausbruch der Epidemie in Westafrika erfuhr die breite Weltöffentlichkeit davon. Erst dann nahm die Erforschung eines Impfstoffs an Fahrt auf.

Ursprung bei Wildtieren

Auch das HI-Virus, das beim Menschen Aids auslöst und bis heute weltweit 36 Millionen Menschenleben forderte, tötete schon Jahrzehnte vor der Pandemie Menschen im Kongo.

Legende: Eine zentrale Forschungseinrichtung Deutschlands für Infektionskrankheiten: das Robert Koch-Institut. Wikimedia

Der Epidemiologe Fabian Leendertz vom Robert-Koch-Institut in Berlin sucht nach Krankheitserregern, die noch niemanden aufgefallen sind. «Über 70 Prozent aller Krankheiten haben ihren Ursprung im Tierreich und davon stammen rund die Hälfte von Wildtieren ab», sagt Leendertz.

Auch Ebola befiel zuerst Flughunde und Fledermäuse, bevor sich der Virus auf den Menschen übertrug.

Gefahr bei engem Kontakt

Die Suche führt Leendertz unter anderem in den Dschungel im Kongobecken. Denn hier ist die Artenvielfalt besonders hoch und die Menschen stehen in engem Kontakt mit Wildtieren. Je enger der Kontakt, desto grösser die Wahrscheinlichkeit, dass ein Erreger es schafft, das Immunsystem des Menschen zu überwinden.

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Hilfsorganisationen wappnen sich gegen Ebola
03:49 min, aus Echo der Zeit vom 17.05.2018.
abspielen. Laufzeit 03:49 Minuten.

Hinweise auf einen gefährlichen Krankheitserreger geben beispielsweise Ärzte, denen ein Patient mit ungewöhnlichen Symptomen auffällt.

Ansteckung an toten Tieren

Zuerst müsse man herausfinden, wo und wann ein Patient mit einem Tier in Kontakt stand, erklärt Leendertz. Oft stecken sich die Menschen an toten Tieren an, die sie im Wald finden und essen.

In der Nähe, wo sich ein Jäger ansteckte, suchen die Forscher nach weiteren toten Tieren. Danach führen sie noch im Dschungel eine Autopsie durch und entnehmen dem Tier Gewebeproben. «Dazu ziehen wir Vollschutzanzüge an, damit wir uns nicht selber anstecken», sagt Leendertz.

Analyse in Deutschland

Labors vor Ort untersuchen die Proben. Finden sich darin unbekannte Erreger, werden die Proben für weitere Analysen nach Deutschland geschickt.

Je schneller ein Erreger bekannt ist, desto rascher können die Behörden und Ärzte handeln, um eine Epidemie zu verhindern. Das bedeutet: Die Kranken isolieren und falls Impfstoffe vorhanden sind, die Menschen impfen.

Übertragung auf Menschen verhindern

Ebenso wichtig ist es jedoch, in einem früheren Stadion einzugreifen und bereits die Übertragung auf den Menschen zu verhindern. «Das braucht sehr viel Zeit und Aufklärungsarbeit, weil die Leute gewohnt sind, mit toten Tieren umzugehen», sagt Leendertz.

Legende: Das Fleisch von Wildtieren macht in den traditionellen Dörfern im Kongo 80 Prozent der Ernährung aus. Reuters

Das Bewusstsein, dass man tote Tiere nicht anfassen sollte, sei in den traditionellen Dörfern im Kongo kaum vorhanden. Zudem mache das Fleisch von Wildtieren etwa 80 Prozent der Ernährung der Menschen aus.

Flughunde und Nager

Da grosse Wildtiere vielerorts bereits verschwunden sind, würden die Menschen häufig Tiere wie Flughunde und Nager essen. Doch ausgerechnet diese tragen besonders viele Krankheitserreger in sich.

«Dafür, dass so viel Wildfleisch gegessen wird, ist es eigentlich erstaunlich, wie wenig passiert», sagt Leendertz. Der Grund dafür ist, dass es ein Virus nur selten schafft, sich von einem Menschen auf den anderen zu übertragen.

Mehr Epidemien erwartet

Trotzdem rechnet Leendertz damit, dass es in Zukunft häufiger zu Ausbrüchen von Epidemien kommen wird. Zum einen, weil es immer mehr Menschen gibt und diese immer weiter in den Dschungel vordringen. Zugleich nimmt die Mobilität zu und damit auch die Reichweite eines Erregers.

Umso wichtiger ist es, Krankheitserreger so früh wie möglich zu erkennen. Nicht nur für die Menschen vor Ort, sondern auch für die ganze Welt.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Das Immunsystem der Menschen stärken, mittels ua von der LW "gesund produzierter Grundnahrungs- und Lebensmitteln" ohne tonnenweise Chemie und Hormonen....dafür nachhaltig öko-logisch"! Umweltschädigungen durch die massive Umweltverschmutzung- Vergiftung- und Verstrahlung (Radioaktivität, Elektro-Smog)!!
  • Kommentar von Franz NANNI  (igwena ndlovu)
    Also werden 70% der Tiere ausgerottet und das Problem hat sich erledigt... und der Mensch damit!
    Ja bloeder Spruch, aber der Mensch rottet ja aus und er wird sich selber eliminieren frueher oder spaeter...
    irgendwie traurig
  • Kommentar von Pia Müller  (PiMu)
    Ich denke, dieser Beitrag ist doch wieder von den Tierversuchs-Freunden und der Chemie gesponsort. Und alle glauben, dass wir von Tieren ernsthaft krank werden. Wie wäre es, wenn wir mal über unsere Gesundheit nachdenken - z.B. unsere Ernährung, unsere Nutztierhaltung, vollgestopft mit Antibiotika, dito unser Gemüse etc. etc. Dazu gibt es für jedes Wehwechen eine Pille. Doch wir werden immer kränker !!! Gibt zu Denken. Kein Tier kann etwas dafür. Nur unsere eigene Lebensweise !
    1. Antwort von Reto Meier  (auchwassagen)
      Wir sollen denken die Natur sei unser Feind. ich kann nicht in den Wald da gibts gefährliche Krankheiten. In die Wiese sitzen? Nein danke, für sowas bin ich nicht geimpft..! Uns wurde beigebracht Erde sei dreckig und Chemie sauber. Aber das wird sich irgendwann wieder ändern..