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Fructose-Unverträglichkeit: Wenn Früchte zur Qual werden
Aus A point vom 14.09.2015.
abspielen. Laufzeit 04:04 Minuten.
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Fructose-Unverträglichkeit – Geniessen unter Qualen

Gut ein Drittel aller Menschen leidet unter Fruchtzucker-Unverträglichkeit und reagiert mit Blähungen, Durchfall, Völlegefühl und Bauchweh. Was tun?

Einmal vorneweg: Dass die Verdauung von stark fruchtzuckerhaltigem Obst und Gemüse Mühe bereitet, ist menschlich. Denn der menschliche Verdauungsapparat ist nicht für grössere Fructosemengen gemacht. 35 bis 50 Gramm Fruchtzucker pro Tag steckt der Darm eines gesunden Menschen noch weg, bei mehr kann es dann schnell grummeln im Bauch. Denn der Fruchtzucker, der nicht verarbeitet wird, wird im Dickdarm bakteriell abgebaut. Dabei entstehen Gase.

Verbreitetes Leiden

Jeder Dritte hat deutliche Probleme damit, Fruchtzucker aufzunehmen. Jeder Zehnte jedoch entwickelt dauerhaft Symptome. Vielfach sind das Menschen, die bereits Schwierigkeiten mit einem Reizdarm haben und deren Darm auf die Herausforderung dann besonders irritiert reagiert.

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Fructoseintoleranz - Ein diffuses Leiden
Aus Puls vom 11.03.2013.
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Die Diagnose zu stellen ist nicht einfach. Zwar kann eine Atemluft-Messung erste Hinweise liefern, ein Beleg ist sie aber nicht. Klassischerweise beginnt dann die Ursachensuche mit einer spezialisierten Ernährungsberaterin.

Zunächst werden bei dem Verdacht auf Fructose-Intoleranz so viele fructosereiche Lebensmittel weggelassen wie irgendwie möglich. Bessern sich die Symptome daraufhin, ermittelt die Ernährungsberaterin mit dem Patienten dann schrittweise durch Tests, welche fruchtzuckerhaltigen Lebensmittel trotz der Intoleranz noch verträglich sind. Ziel des Ganzen: Betroffene sollen so viel essen können wie möglich, ohne dass sie von Symptomen geplagt werden.

Kompletter Verzicht schränkt massiv ein

Denn der Fructose ganz aus dem Weg zu gehen ist ein Ansatz, der stark einschränkt – steckt sie doch nicht nur in Zucker oder Obst, sondern auch in vielen anderen Lebensmitteln, Fertigprodukten beispielsweise, Honig, Konfi, sogar in Zuckerersatzstoffen, dunklem Vollkornbrot oder Knoblauch.

Um sich nicht zu sehr kasteien zu müssen, den Darm aber auch nicht zu überfordern, ist es ratsam, stark zuckerhaltige Speisen über den Tag verteilt zu essen. So kann sich der Darm immer wieder erholen.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Agnes Müller , Bühlweg 33
    Ich kann 2 Bücher empfehlen zu dem Thema: "Darm mit Charme" und "Schlank mit Darm". Ich habe gerade eine Darmkur mit Hilfe einer Naturheilpraktikerin hinter mir und mir geht es viel besser seitdem.
  • Kommentar von Michel Aebischer , Thun
    Lieber James Wenn du jemanden kennen würdest der sich mit diesem ach so leiden Thema rumschlagen muss, würdest du nicht so grosse Töne von dir geben. Liebes SRF - warum kann man solchen Schwachsinn überhaupt posten auf eurer Site?
  • Kommentar von James Klausner , Interlaken
    Fructose-Intoleranz, wie originell! Nach Gluten- und Laktose-Intoleranz, Lebensmittelallergien, vegetarisch, vegan, Trennkost, Brigitte-Diät endlich ein neues Spielzeug mit dem man sich kaprizieren und in Szene setzen kann. Ich vertrage zum Beispiel keinen Fensterkitt, lasst uns also eine neue Selbsthilfegruppe gründen und uns öffentlich in unserem Leiden suhlen... Molière lässt grüssen.
    1. Antwort von Susan , Hildern
      Jaja, james. Ich setze kapriziös meine Bauchkrämpfe nach Kirschengenuss in Szene und sende allen über Twitter Mitleidspostings, wenn ich schon wieder seit zwei Tagen Durchfall habe, weil ich mich essenstechnisch zu weit aus dem Fenster gewagt habe. Ist auch immer wieder ein echtes Partythema, diese Durchfälle. Ganz zu schweigen von Migräneanfällen und permanenter Übelkeit. Mache ich echt nur, damit ich auffalle! ganz klar.
    2. Antwort von Christalohmann ( Saleve2 ) , Reinach
      Herr Klausner, man muss schon etwas differenzieren. Wer wirklich unter einem Reizdarm leidet, der lebt wirklich eingeschränkt, mit täglichen Schmerzen....und oft über Jahre oder ein ganzes Leben lang.
    3. Antwort von Renate Freitag , Überlingen
      Herr Klausner, ich freue mich für Sie, daß Sie Fructose-Intoleranz nicht kennen. Ich schlage mich seit 20 Jahren damit rum, und es gibt keinen Tag, an dem ich keine Bauchschmerzen habe - es sei denn, ich stelle das Essen ganz ein.