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Herzschrittmacher ohne Batterie
Aus Puls vom 13.10.2014.
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Herzschrittmacher ohne Batterie

Schweizer Forscher entwickelten einen Prototypen des batterielosen Herzschrittmachers – mithilfe eines gewöhnlichen Uhrwerks. Kommt die Erfindung eines Tages beim Menschen zum Einsatz, ersparen sich Betroffene die Operation für den Batterienwechsel.

Der an der Universität Bern entwickelte Prototyp eröffnet Patienten neue Perspektiven. Benötigen Patienten heute einen Herzschrittmacher, implantieren die Mediziner ein Gerät, das mit einer Batterie betrieben wird. Liefert der Energiespeicher keinen Strom mehr, müssen Ärzte mittels Operation den Schrittmacher austauschen. Dank einer Schweizer Erfindung könnte sich das in der Zukunft ändern.

Der neue Herzschrittmacher taktiert Stromimpulse ohne Batterie. Das schlagende Herz mit der Kontraktion des Herzmuskels ist der Lieferant der Energie. Der Wissenschaftler Adrian Zurbuchen berechnete die zur Verfügung stehende hydraulische Leistung des Herzens mit rund 1,4 Watt. Ein kleiner Teil davon, rund 50 Mikrowatt, wird vom Automatik-Uhrwerk umgewandelt, um damit den Herzschrittmacher zu betreiben.

Auf das Herz genäht

Bis jetzt testete man die innovative Erfindung erst bei Schweinen. Denn das Einsetzen des Schrittmachers erfordert eine offene Operation und ist ziemlich aufwendig. Das Gerät wird direkt auf das Herz genäht. Wann und ob die Technologie einmal zum Einsatz kommt, ist noch unbekannt. Der Forscher plant jedoch, den Schrittmacher weiter zu entwickeln zu einer Version, die man mit minimal invasivem Vorgehen per Katheter im Herz implantiert.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Marlene Zelger , 6370 Stans
    Die Schweizer Uhr fürs Herz. Mein Urgrossvater, ein Kind des vorletzten Jahrhunderts, und Uhrmacher, würde wohl staunen über diese geniale Idee
  • Kommentar von M.Kaiser , Rebstein
    Super Idee - das ist ein sehr grosses Feld für die Uhrenindustrie hier superleichte mechanische Uhren zu entwickeln die der Patient gar nicht mehr im Körper wahrnimmt. Genau in diese Gebiete ist der zukünftige Schwerpunkt der CH -Feinmechanik zu lenken - mit wenig Rohstoffen Mikromechanik zu entwickeln . Den Schweizer Forschern viel Erfolg !
  • Kommentar von F. Widmer , Bern
    Gute Idee! Ist aber scheinbar eine mechanische Lösung. Wäre es nicht schöner, das Spannungsgefälle vom Herzen zu nutzen, Engerie, die sonst "verpufft". Es gibt doch noch andere Orange, die arbeiten - wie Mangen....50 Mikrowatt sollten doch schon abzapfbar sein... ohne mechanische Lösung.
    1. Antwort von Hans Müller , Zürich
      Es macht doch einen grossen Unterschied, einen Artikel nur zu lesen, oder ihn auch zu verstehen ;-)