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Mit klaren Regeln gegen die Computersucht
Aus Puls vom 08.10.2012.
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Mit klaren Regeln gegen die Computersucht

Jeder Vierzigste zwischen 14 und 24 Jahren ist computer- bzw. internetsüchtig. Jeder Achte ist gefährdet. Auf dies weist die Schweizer Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie hin. Klare Zeitbegrenzungen helfen, das Suchtrisiko zu minimieren.

Jugendliche verbringen immer mehr Zeit vor dem Computer. In manchen Fällen läuft die Nutzung aus dem Ruder. Von einer Computersucht wird dann gesprochen, wenn ein Jugendlicher neben der schulischen oder beruflichen Arbeit mehr als acht bis zehn Stunden am Computer ist. Sehr bedenklich ist es, wenn er über einen längeren Zeitraum mehr als vier Stunden am Computer spielt oder im Internet surft.

Anzeichen:

  • Der Computer bestimmt den ganzen Tagesablauf
  • Das Internet verdrängt zunehmend echte soziale Kontakte
  • Fokussierung auf die virtuelle Welt
  • Leistungsabfall in der Schule

Computer können dann zum Suchtmittel werden – wie Drogen, Alkohol, Medikamente oder Sex. Kann ein Betroffener seine Sucht nicht befriedigen, reagiert er mit Entzugserscheinungen wie Gereiztheit, Unruhe, Lustlosigkeit und Schlafstörungen.

Auf Computerverbote reagieren Jugendliche dann häufig aggressiv, fühlen sich unverstanden oder ziehen sich ängstlich zurück. Statt Verboten sollten Eltern oder Freunde besser auf den Süchtigen zugehen, sich von ihm zeigen lassen, womit er sich am Computer beschäftigt und mit ihm darüber sprechen.

Empfehlung:

  • Klare Regeln und Zeiten für die Computernutzung vereinbaren (Wochenbudget acht bis zehn Stunden)
  • Konsequenzen gemeinsam ausarbeiten, wenn die Vereinbarung nicht eingehalten wird und diese dann auch durchsetzen.

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