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Legende: Milch hat auf die Knochendichte mehr Effekt als Käse. Colourbox
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Nicht alle Milchprodukte schützen die Knochen

Zur Vorbeugung von Osteoporose werden generell Milchprodukte empfohlen. Während sich Milch gut zu eignen scheint, fällt Käse durch.

Milchprodukte schützen vor mürben Knochen, heisst es. Doch eine Untersuchung von Forschern der Harvard Medical School legt nahe: Milch ist nicht Käse. Offenbar eignen sich nicht alle Milchprodukte gleich gut zur Osteoporose-Prävention.

Die Wissenschaftler um Shivani Sahni werteten dazu die Ernährungsgewohnheiten von 3112 Menschen zwischen 26 und 85 Jahren aus. Im Zentrum des Interesses standen dabei der Konsum von Milchprodukten und die Ergebnisse der Knochendichtemessungen des Oberschenkelknochens, Oberschenkelhalses und der Wirbelsäule der Probanden. Während der zwölfjährigen Studiendauer wurde zudem erfasst, wer eine Hüftfraktur erlitt.

Es zeigte sich: Milch und Joghurt scheinen tatsächlich eine positive Wirkung zu haben. Erstaunlicherweise wirkte sich Milch besonders positiv auf die Knochendichte des Hüftgelenkknochens aus, Joghurt dagegen auf die des Oberschenkelknochens. Rahm und Käse dagegen hatten keinen positiven Effekt auf die Knochen. Zwar zeigt dieses Ergebnis eine Tendenz, die Forscher warnen dennoch vor voreiligen Schlüssen.

Volksleiden Osteoporose

Osteoporose ist die häufigste Knochenerkrankung weltweit. Mehr als 40 Prozent der Frauen und 13 Prozent der Männer über 50 Jahre leiden daran. Die Weltgesundheitsorganisation WHO zählt die Osteoporose deshalb zu den zehn bedeutendsten Erkrankungen unserer Zeit.

Brüchigen Knochen kann man allerdings vorbauen. Das beginnt schon in der Kindheit mit einer Kalzium- und Vitamin-D-reichen Ernährung. Für Erwachsene ist eine tägliche Menge von 1000 mg Kalzium empfehlenswert. Diese Menge entspricht einem Liter Milch.

Mandeln statt Milch

Wer seinen Kalzium- und Vitamin-D-Bedarf nicht nur über Milchprodukte decken will, hat eine ganze Palette an Alternativen: Auch Lauch, Brokkoli, Mohn, Mandeln, Sesam, Sonnenblumenkerne, Leinsamen, Tomaten, grüne Salate, Fisch, Eierschwämme, Butter, Rinder- und Hühnerleber enthalten grosse Mengen an Kalzium und am ebenfalls knochenwichtige Vitamin D. Übrigens: Dem Kalziumgehalt schadet – anders als den Vitaminen – das Erhitzen beim Kochen nicht. Auch manche Mineralwässer sind gute Kalziumlieferanten.

Bis etwa zum 35. Lebensjahr kann man den Aufbau eines kräftigen Skelettapparats durch die Ernährung unterstützen. Mit 40 heisst es dann eher bewahren: Ab dann baut sich der Knochen nicht mehr ständig auf.

Video
Osteoporose-Behandlung – Es zählt mehr als nur die Knochendichte
Aus Puls vom 05.10.2009.
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4 Kommentare

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  • Kommentar von Olivier TODESCO , 8820 Wädenswil
    Hab schon einige Käse aus Roh-Milch !! verspeist, so z.B. der feine Münsterkäse aus dem Elsass! Der schmeckt heute mit pasteurisiert Milch (Pasteur war Franzose in diesem Fall "leider") nicht so gut! Ich bin nicht an Listerien gestorben! Und jetzt auch das noch....... Ich soll auch noch meinen Käse-Verzehr einschränken! Da ich so gerne auch Le Bleu Auvergne habe, muss ich dann auch aufpassen, dass ich keinen Blauschimmel ansetze?? Wissenschaftler habt ich nichts gescheiters auf Lager?
  • Kommentar von Urs Loser , Wuppenau
    In der Kuhmilch ist ein hoher Anteil von Kassin vorhanden. Dies führt zu Knochenabbau. Menschen die Kalzium von der Milch beziehen ein haben 3x höheres Risiko an Osteoporose zu erkranken als jene die das Klazium aus den gesunden Nahrungmitteln beziehen.
    http://www.youtube.com/watch?v=JNA2sbrHCpA
  • Kommentar von Helga Vögeli , Entfelden
    Das genaue Gegenteil ist wahr...
    http://dahlke.at/veroeffentlichungen/artikel/kolumne/august_2011.php