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Legende: 10 bis 15 Prozent der Menschen spüren das Ozon in der Luft. Colourbox
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Ozon – Gesundheitsrisiko aus der Luft

An heissen Tagen wie diesen liegen die Ozonwerte vielerorts über der Obergrenze. Das spüren vor allem Lungenkranke und Kinder.

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Zuviel Ozon – geht uns bald die Luft aus?
56:13 min, aus Treffpunkt vom 13.07.2015.
abspielen. Laufzeit 56:13 Minuten.

Ozon ist keine Errungenschaft der Neuzeit. In der Stratosphäre kommt es schon immer vor und bildet dort das wichtige Schutzschild gegen die UV-Strahlung. Die Ozonbelastung in der Umgebungsluft jedoch, die im Sommer viele Menschen plagt, ist hausgemacht. Das in hohen Konzentrationen giftige Gas bildet sich vor allem bei starker Sonneneinstrahlung. Dann nämlich werden die Vorläufersubstanzen aus verunreinigter Luft mithilfe von Licht in Ozon umgewandelt. Ist es dazu noch windstill und trocken, wird die Luft immer stärker mit dem Reizgas angereichert.

Ozon-Grenzwerte

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120 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft gelten als Obergrenze, die nur während einer Stunde einmal im Jahr überschritten werden darf. Ab 240 Mikrogramm pro Kubikmeter, gemessen während drei aufeinander folgenden Stunden, erfolgen Ozonwarnungen, denn ab 200 Mikrogramm reagieren fast alle Menschen auf das Reizgas.

10 bis 15 Prozent der Bevölkerung spüren das. Vom Trottoir an der vielbefahrenen Strasse auf den Parkweg auszuweichen, hat aber in puncto Ozon nur einen geringen Effekt: Ozon entsteht zwar besonders dort, wo die Luft stark verunreinigt ist – doch auf der anderen Seite baut der Stickstoff aus Abgasen Ozon auch wieder ab. Dann entsteht die seltsame Situation, dass an stark befahrenen Strassen die Ozon-Konzentration geringer ist als am Stadtrand oder in Parkanlagen. In den Morgenstunden und abends nach 19 Uhr sind die Werte aber generell am niedrigsten.

Besonders häufig spüren Kinder oder Lungenkranke wie Asthmatiker oder Menschen mit COPD das Gas in der Luft. Es dringt in die Schleimhäute, aber auch bis in die feinen Lungenbläschen vor und kann dort entzündliche Prozesse auslösen. Lungenkranke reagieren besonders schnell mit brennenden Augen, laufender Nase, Atemproblemen, Kopfschmerzen oder Übelkeit.

Weil Kinder einen höheren Sauerstoffbedarf als Erwachsene haben, nehmen sie im Verhältnis zu ihrer Körpergrösse mehr Ozon auf. Vorsicht auch beim Sport: Aktive werden häufig von Reizhusten geplagt, weil sie durch die Anstrengung tiefer einatmen. Mässigere körperliche Belastung in den frühen Morgen- oder kühleren Abendstunden ist deshalb die bessere Alternative.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von olga frick , triesen
    Herr euler mag wohl sein .aber sie reden hier vom end produkt.mich würde es interesieren wieviel verschmutzte Luft rausgeht beim entstehen dieses Produkt .ist es viel weniger als die anderen Produkten ?
  • Kommentar von Leonhard Euler , Rombach
    Die Lösung heisst: Erdgas betriebene Motoren sind zur Zeit die saubersten Motoren mit fossilen Brennstoffen. Bei der Ozonbildung verursacht ein solcher Motor gegenüber Benzin 65% weniger und gegenüber Diesel 85% weniger Luftbelastung.