Zum Inhalt springen

Header

Inhalt

Trifft Mensch auf Kuh, ist Coolness gefragt

Oft genug führt ein Wanderweg quer durch eine Kuhweide. Immer wieder kommt es da bei der Begegnung von Mensch und Herde zu heiklen Situationen, die sich mit besonnenem Verhalten vermeiden liessen.

Für Heinz Feldmann, Sicherheitsfachmann für das Alpgebiet bei der Beratungsstelle für Unfallverhütung in der Landwirtschaft lautet die goldene Regel: «Auf Weiden keine Tiere streicheln.» Denn eine Mutterkuh, die mehr als eine halbe Tonne wiegt, versteht in diesem Fall keinen Spass. Wer ein Kalb streichelt, begibt sich mitunter in Lebensgefahr.

Wichtig ist für Feldmann auch, dass man auf einer Kuhweide erst einmal stehen bleibt und sich einen Überblick verschafft. Es ist sinnvoll, sich stets die Möglichkeit zu sichern, der Herde ausweichen zu können, so der Fachmann.

«Am besten macht man einen kleinen Umweg, statt durch die Herde zu wandern. Und sonst gilt: langsam weitergehen, damit sich die Tiere an den Wanderer, der ein Eindringling ist, gewöhnen können.» Denn Kühe brauchen zehn Mal länger als Menschen, um Lichtveränderungen wahrzunehmen. Wer sich also hektisch oder zu schnell bewegt, kann die Tiere verunsichern. Ähnliches gilt für Wanderer mit Stöcken: In Nähe von Rindern sollte man sie nicht zu intensiv und nicht zu schnell einsetzen – und schon gar nicht mit ihnen herumfuchteln, denn hektische Bewegungen alarmieren die Tiere.

Wer mit dem Bike unterwegs ist, soll sich wie ein Wanderer verhalten. Das heisst: absteigen, langsam über die Weide gehen und das Fahrrad schieben. Denn die Tiere können die schnellen Bewegungen nicht gut wahrnehmen, dadurch nervös werden und Abwehrbewegungen in Richtung des Mountainbikers machen.

Unbedenklich ist dagegen die Auswahl der Kleidungsfarbe: Auf Rot reagieren die Tiere genauso wenig aggressiv wie auf alle anderen Farben.

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

40 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Inge Ross , 3153 Rüschegg
    Hoch interessant: http://youtu.be/yEsDga6zywY http://www.daserste.de/information/wissen-kultur/w-wie-wissen/sendung/kuhfluesterer-100.html Hier immer wieder einThema: LANGSAM, ev. rückwärts bewegen - nicht bedrängen.
  • Kommentar von Karl Suter , Kirchberg
    Anhand der Kommentare stelle ich fest, dass die meisten Kommentarschreiber/innen nicht viel verstehen von der Tierhaltung. Jeder will dabei Experte sein, dabei vergessen sie, dass der Mensch die eigenen Kinder möglichst früh von der Mutter trennt und in eine Krippe steckt, damit die Mutter einer Arbeit nachgehen kann. Dabei vergisst die Mutter, dass es keine wertvollere und verantwortungsbewusstere Arbeit gibt, als für die Kinder da zu sein und sie zu rechtschaffenen Menschen gross zu ziehen!
  • Kommentar von Rolf Suter , Zürich
    Was auffällt, wenn man die Unglücke mit Wanderern verfolgt, ist, dass es häufig ältere Menschen sind, die verletzt oder getötet werden. Was ist wohl der Grund? Können die nicht mehr so schnell den rettenden Zaun erreichen oder sind sie noch von früher geprägt, als nur harmlose Milchkühe auf der Weide waren?
    1. Antwort von Lukas Bucher , Luzern
      Ältere Menschen wandern häufiger.
    2. Antwort von Rolf Suter , Zürich
      Ja, das könnte sein, manchmal sucht man zu weit... :-) Danke.