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Legende: Ein paar Eier mehr als sonst gegessen? Sie haben trotzdem gut lachen. Colourbox
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Wie riskant sind ein paar Eier mehr?

Wahrscheinlich essen Sie über Ostern mehr Eier als sonst. Was bedeutet das für den Cholesterinspiegel?

Vorneweg: Cholesterin ist weit mehr als nur der böse Nahrungsbestandteil, als der es in den letzten Jahrzehnten in Verruf geraten ist. Vielmehr funktioniert der menschliche Organismus ohne Cholesterin nicht, sondern braucht es beispielsweise für Hormonhaushalt oder Nerven. Deshalb stellt der Körper sicherheitshalber den Grundbedarf an Cholesterin selbst her – rund 90 Prozent der 140 Gramm Cholesterin, das sich im menschlichen Körper befindet, produziert die Leber ohne jegliches Zutun von aussen.

Die restlichen zehn Prozent nimmt der Mensch über die Nahrung auf. Wird dabei jedoch ein kritischer Wert überschritten, kann sich das Cholesterin an den Gefässwänden ablagern und dort nach und nach wichtige Blutgefässe verstopfen – der Grund für sein schlechtes Image. Problematisch ist der Cholesterinspiegel aber nur bei familiär erhöhtem Cholesterin – für einen gesunden Menschen spielt das Cholesterin keine massgeblich Rolle.

Die gute Nachricht ist also: Unser Essen ist nur sehr bedingt für schlechte Blutfettwerte verantwortlich. Die schlechte: Weil das so ist, lässt sich ein schlechter Wert über den Lebensstil auch nur bedingt positiv beeinflussen.

Zurückhaltende Empfehlungen

Aus diesem Grund sind die Ernährungsempfehlungen für Menschen mit erhöhtem Cholesterinspiegel mittlerweile sehr zurückhaltend. «Früher hat man Menschen mit hohem Cholesterinspiegel noch geraten: einmal die Woche ein Ei. Heute weiss man aber, dass ein bis zwei Eier pro Tag problemlos möglich sind», erklärt Hausarzt Thomas Kissling.

Audio
Ungesunde Eier?
03:34 min, aus Ratgeber vom 21.04.2014.
abspielen. Laufzeit 03:34 Minuten.

Inzwischen gilt: Der Gesundheitswert der Eier überwiegt ihr «Gefahrenpotenzial». In Eiern steckt neben Fett und Eiweiss auch Vitamin A, das für das Wachstum, das Immunsystem und das Sehen wichtig ist. Das ebenfalls enthaltene Vitamin K beeinflusst die Blutgerinnung. Vitamin B2 beeinflusst den Stoffwechsel und spielt eine Rolle in der Bildung roter Blutkörperchen. Folsäure, Kalzium, Phosphor, Eisen und Kalium machen das Ei zu einer durchaus runden Sache – sogar bei erhöhtem Cholesterinspiegel.

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Meier , Zürich
    Trotz aller Euphorie sollte man auch hier Mass halten und das Schicksal der männlichen Kücken bedenken, die ja nicht für die Eierproduktion verwendet werden können. Sie werden nach meinem Wissensstand nach wie vor kurz nach ihrer Geburt massenhaft umgebracht. Bewusster und mässiger Konsum könnte einiges an Leid verhindern.
  • Kommentar von Simon Hirschhofer , Zürich
    Ich esse täglich mindestens zwei Eier und meine Cholesterinwerte sind "bilderbuchreif". Ein Hühnerei ist nach wie vor ein wahres Superfood, enthält doch gerade das Eigelb wertvolle Omega-3-Fettsäuren (Bioeier) und eine enorme Dichte an Minderalstoffen und Vitaminen.
  • Kommentar von Franz NANNI , Nelspruit SA
    Und ist eh egal... in die Kiste hauts uns alle mal, mal frueher mal spaeter.. lieber jetzt etwas ungesund als spaeter gereut ins Grab...