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Suzanne DiBianca im Interview
Aus ECO vom 18.01.2018.
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Frauen in der Tech-Branche «Wir investieren Millionen, um Lohnunterschiede auszugleichen»

Für Managerin Suzanne DiBianca sind alle Unternehmen in der Pflicht, für Lohn-Fairness zu sorgen.

SRF: Wie steht es um die Geschlechtergleichstellung in Ihrer Firma Salesforce heute, sind Sie zufrieden?

Suzanne DiBianca: Ich bin mit der Branche insgesamt nicht zufrieden. Gerade in der Technologie-Branche haben wir etwa 30 Prozent Frauen, und es sind noch weniger, wenn man die Verwaltungsräte anschaut.

Zur Person:

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Legende: Eric Millette

Suzanne DiBianca ist Gründungsmitglied und Chief Philanthrophy Officer bei salesforce.org. DiBiancas Ziel: soziales Engagement in die Unternehmensführung einzubetten. Jedes Unternehmen soll je einen Prozent seines Umsatzes, seiner Arbeitskraft und seiner Produkte für einen guten Zweck abgeben.

Bei Salesforce betrachten wir uns als führend in der Gleichstellung der Frauen. Wir haben über 30 Prozent der Frauen in den Führungspositionen, und eine sehr gute Vertretung in unserem Verwaltungsrat. Wir gehen sehr bewusst mit dem Thema um - wenn es darum geht, grossartige Frauen hereinzuholen und die High-Performerinnen schnell zu fördern.

Aber Sie sagen selber: Das Silicon Valley kämpft seit Jahren damit, Frauen in die Führungsebene zu bringen. Weshalb ist das so schwierig?

Es geht nicht nur um das Silicon Valley, es geht um die gesamte Technologie-Branche. Es ist ein globales Problem, auch an dieser Konferenz. Die Organisatoren haben aber grossartige Arbeit geleistet, auch Frauen als Rednerinnen einzuladen. Das hat mich dieses Jahr beeindruckt.

Das Problem ist: die anwesenden Teilnehmer sind vor allem Vertreter von Technologie-Unternehmen und die sind immer noch sehr dominiert von männlichen Mitarbeitern. Wir versuchen, bereits bei den jüngeren Frauen und Studentinnen anzusetzen, ihnen Naturwissenschaften, Mathematik, Computertechnologie und Robotik näherzubringen, Karrieren aufzubauen.

Aber Sie haben auch in Ihrer Firma den Lohnunterschied untersucht – da haben Sie Peinliches herausgefunden.

Davor wussten wir es einfach nicht. Also haben wir uns das mal angeschaut, wie es mit der Lohngleichheit bzw. -ungleichheit bestellt ist. Wir haben bei uns selber angefangen. Inzwischen führen wir jedes Jahr eine Prüfung durch, und wenn wir da Unterschiede finden, dann beheben wir das auch – sowohl bei Frauen wie auch bei Männern. Wir haben 2 Millionen Dollar verwendet, um das auszugleichen, um sicherzustellen, dass Frauen gleich viel bezahlt wird wie Männern.

Haben die Tech-Riesen hier eine besondere gesellschaftliche Verantwortung?

World Web Forum 2018

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Alle Vorträge der Speaker, Interviews und Artikel rund ums Event: www.srf.ch/worldwebforum.

Was die gleiche Bezahlung angeht, betrifft es ja nicht nur den Bereich Technologie. Es ist in vielen anderen Branchen ein Problem. Die Branche spielt keine Rolle. Wichtig ist die Fairness.

Aber andere Branchen sind ja weiter als die Tech-Branche.

Dabei haben gerade Technologie-Unternehmen oft die Instrumente, um diese Information aufzudecken, und zwar schneller als die anderen.

Was ist speziell an der Verantwortung der Tech-Riesen?

Sie agieren sehr disruptiv. Sie verändern, wie andere Unternehmen und Individuen miteinander umgehen – und mit der Welt an sich. Es ist sehr wichtig, dass diese Unternehmen Verantwortung übernehmen.

Das Interview führte Partrizia Laeri

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Suzanne DiBianca: Ethische Unternehmen als Säulen der Gesellschaft
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1 Kommentar

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  • Kommentar von antigone kunz  (antigonekunz)
    Die erste und wichtigste Verantwortung solcher 'Tech-Riesen' könnte sein, angemessene Steuern zu bezahlen, dort wo diese Firmen, respektive die Mitarbeiter*Innen Mehrwert schaffen, dann bräuchte es keine solchen unnötigen WEF's. So einfach.