Zum Inhalt springen

Header

Video
Hirndoping (Einstein vom 05.04.2018)
Aus Einstein vom 06.04.2018.
abspielen. Laufzeit 30 Minuten 46 Sekunden.
Inhalt

Gehirntraining Wie bringen wir unser Gehirn in Gang?

Scharfer Verstand, schnelle Auffassungsgabe und gute Noten. Kaum etwas ist in unserer Leistungsgesellschaft so wichtig wie die Funktionsfähigkeit unseres Gehirns.

Beeren-Nuss-Mischungen, die als «Brainfood» verkauft werden, leistungssteigernde Proteinriegel oder Brausetabletten, die das Gehirn anregen sollen: Die grosse Produktpalette zeigt, welche Bedeutung einem effizienten Denkorgan beigemessen wird.

Denken anregen

Gehirntrainings-Programme im Internet versprechen ebenfalls Leistungssteigerungen. Man müsse jedoch aufpassen, sagt Barbara Studer von Synapso, der Fachstelle für Lernen und Gedächtnis der Universität Bern. Es gebe ein paar schwarze Schafe unter Apps und Webseiten, die vor allem eins wollten: Geld verdienen.

Barbara Studer erforscht, inwiefern man das Gehirn trainieren kann. An der Universität Bern haben Forscher spezielle Computerspiele entwickelt, die das Gehirn trainieren sollen.

Video
Das Gehirn spielend trainieren
Aus Kultur Extras vom 05.04.2018.
abspielen. Laufzeit 1 Minute 41 Sekunden.

Die Videospiele basieren auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und sollen das sogenannte Arbeitsgedächtnis trainieren. Das Arbeitsgedächtnis ist Teil unseres Erinnerungsvermögens. Es ist verantwortlich für die vorübergehende Speicherung und Verarbeitung von Informationen.

Leistung durch Training steigern

Studien der Berner zeigen: Trainiert man das Arbeitsgedächtnis, hat das bei vielen Probanden einen positiven Einfluss auf die Hirnleistung.

Unser Gehirn funktioniert wie ein Muskel. Wird es nicht benutzt, verkümmert es. Wird es hingegen traininert, kann das Denkorgan richtig aufblühen.

Tom Frey ist Student und hat an der aktuellen Studie teilgenommen. Für ihn seien diese Übungen wie ein Warm up für anderes: Danach falle es ihm leichter zu lernen.

Schlau im Schlaf

Hat man schlecht geschlafen, holt einen das am nächsten Tag ein – wer kennt das nicht? Es ist erwiesen: Guter Schlaf ist zentral für unsere Denkfähigkeit.

Zürcher Schlafforscher haben eine Art Stirnband entwickelt, das Schlaf manipulieren soll. Das Band soll die Tiefschlafphasen verstärken. Denn diese haben einen grossen Einfluss auf die kognitive Leistung am darauffolgenden Tag.

Erste Tests im Labor waren vielversprechend. Eine Studie soll in den nächsten Monaten den wissenschaftlichen Nachweis dieser Erkenntnis liefern.

Video
Schlau im Schlaf
Aus Kultur Extras vom 05.04.2018.
abspielen. Laufzeit 2 Minuten 44 Sekunden.

Der SRF Kultur Newsletter

Box aufklappen Box zuklappen
Legende: Getty Images / Bildmontage

Abonnieren Sie unseren Newsletter – mit den besten Kulturgeschichten der Woche, Tipps und Trouvaillen.

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

5 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Aktuell sind keine Kommentare unter diesem Artikel mehr möglich.

  • Kommentar von barbara studer  (bstuder)
    Wer selber solche kognitiven Trainingsaufgaben der Universität Bern ausprobieren möchte, kann das gratis unter www.ihirn.unibe.ch tun. Viel Spass!
    1. Antwort von Benjamin Perez  (Adelante)
      Es ist nicht gratis! Aber vielleicht sollten Sie trotzdem damit beginnen, erhöht die Gedächtnisleistung
  • Kommentar von Tom Duran  (Tom Duran)
    Wohl denen, die mit Gamen schlau werden. Die meisten Hardcore Gamer die ich kenne sind eher zerstreut und leben jenseits der Realität, hart gesagt. Es wäre so schön durch Gamen auch noch schlauer zu werden, doch das ist reines Wunschdenken. Ohne Anstrengung geht auch beim Hirn nicht viel. Lesen, Kopfrechnen, raus in die Natur und sich bewegen plus guter Schlaf und gesunde Ernährung helfen mehr als stupide Games durchzuspielen. Was ich aus eigener Erfahrung bestätigen kann ;-)
    1. Antwort von barbara studer  (bstuder)
      Ja, nur Gamen wäre sehr stupid, da haben Sie recht! Unser Gehirn liebt die Abwechslung und vielfältige Stimulierung (körperlich, kognitiv, sozial, etc.) Darum: Nur weil das eine gut ist, ist das andere nicht schlecht. Jeder soll für sich herausfinden, wie er/sie die verschiedenen Methoden zur Förderung der kognitiven Fitness optimal umsetzen kann. Zu dieser Förderung gehören auch coole Gedächtnisaufgaben, weil sie unsere Aufmerksamkeit & Lernfähigkeit verbessern können. Weiterhin viel Spass! :)
  • Kommentar von Franz NANNI  (igwena ndlovu)
    Die Frage stellt sich auch, wie kann ich es in Gang halten..... F.Nanni 77... ;-)