Zum Inhalt springen
Inhalt

Mensch Haartest auf Cannabis: Forscher äussern Zweifel

Die Haaranalyse ist bei Verdacht auf Cannabiskonsum nicht so aussagekräftig wie angenommen – es drohen falsche Schlüsse aus Laborwerten. Zu diesem Schluss kommen deutsche Forscher nach einem Selbstversuch.

Ein Mann raucht einen Joint mit verbotenem Cannabis.
Legende: Wenn Verdacht auf Konsum von verbotener Cannabis-Produkte besteht, sollen Haartests Klarheit liefern. Keystone

Als Nachweis von Cannabiskonsum gilt bei Haaranalysen bis anhin, wenn der Hauptwirkstoff von Cannabis – Tetrahydrocannabinol, bekannt als THC – oder Abbauprodukte davon gefunden werden. Eine Studie , Link öffnet in einem neuen Fensterder Universität Freiburg im Breisgau legt nahe, dass dieser Schluss so nicht zulässig ist.

Das Forscherteam machte einen einmonatigen Selbstversuch mit regelmässiger Einnahme von Dronabinol: halbsynthetisch hergestelltem THC. Die Forscher fanden keine Rückstände von THC in ihren Haaren. Stattdessen entdeckten sie Rückstände von THC-Carbonsäure – einer körpereigenen Substanz. Sie fand sich auch in Haarabschnitten, die lange vor der Studie gewachsen waren.

Zweifel gibt es auch bei der Eindeutigkeit des Nachweises. Laut den Forschern wird THC nicht über den Blutkreislauf eingelagert: Abbauprodukte können bei Körperkontakt über Schweiss und Hauttalg auf andere übertragen werden und – so schlimmstenfalls falsch-positive Resultate liefern.

4 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Ueli Bergert, Worben
    Man sollte auch das Rauchen von Zigaretten komplett verbieten. Das hat nichts mit Freiheit zu tun, sondern ausschliesslich mit Dummheit. Und somit würde dann "an die frische Luft gehen" auch für Nichtraucher wieder attraktiv.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von M.Kaiser, Rebstein
    Ich lehne Cannabis wie Alkohol für Jugendliche unter 18 strikte ab . Was ein mündiger Mensch über 18 damit macht, ist eine Frage seines Verstandes und hat somit jeden Missbrauch durch zu hohem Konsum oder Verabreichung an Schutzbefohlene rechtlich zu verantworten. Mit dieser gesetzlichen Regelung - die ja beim Alkohol schon gültig ist, würde auch der Cannabiskonsum steuerlich erfasst und legalisiert . Das Suchtpotential bei Cannabis ist im Vergleich zum Alkohol sehr niedrig und kaum schädlich.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Beat Haenni, Thun
    Um Gotteswillen ist unser Staat Krank? (das heist unsere Behörden/Justiz) Ich Schlucke sogar Cannabis Pillen für meine Schmerzen! Hört entlich auf mit solchem unsinn (Behörden /Jutiz!) Und gebt entlich das zueug Frei! Aber der Alkohol Dient auch Ihnen und der Bundeskasse darum ist es nicht Verboten,weil Ihr selber gerne einen hinter die Kimmen kippt!!!!!!!!!!!!!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen