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Schreiender Säugling
Legende: Zwei Stunden im Durchschnitt wimmern und schreien die Kleinen in ihren ersten beiden Lebenswochen jeden Tag. Colourbox
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Neue Studie Babys in Italien schreien mehr als Babys in Dänemark

Babys schreien nicht in allen Ländern gleich viel, zeigt eine neue Studie. Angeführt wird die Rangliste von Grossbritannien, Italien, Kanada und Holland.

Wie viel schreien sie?

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Legende:

In den ersten beiden Lebenwochen schreien Babys durchschnittlich zwei Stunden am Tag. Ein Peak entsteht in der sechsten Woche mit zwei Stunden und 15 Minuten. Bis zur 12-Wochen-Marke beruhigt es sich dann auf eine Stunde und 10 Minuten.

Da liegt das Neugeborene endlich zuhause in seinem Bettchen – und schreit sich die Seele aus dem Leib. Und die hilflosen Eltern um den Verstand, denn das Brüllen geht durch Mark und Bein. Doch offenbar lärmen Babys länderweit unterschiedlich viel.

So schreien sie in Grossbritannien, Italien, Kanada und Holland im Mittel mehr als Babys in Dänemark, Deutschland und Japan. Diese Erkenntnis brachte die Analyse von Daten zum Schreiverhalten von 8700 Babys aus neun Industrieländern in ihren ersten drei Lebensmonaten.

Flaschenkinder schreien weniger

Über die Gründe für die Unterschiede können die Forscher nur spekulieren, schreiben sie im Fachblatt «The Journal of Pediatrics».

Zum einen könnten Mütter unterschiedlich gestresst sein – je nachdem, wie vorteilhaft etwa die Mutterschutzregelungen oder soziale Unterstützung in den Ländern seien. Auch genetische Faktoren sind denkbar. Ebenfalls eine Rolle könnte das Füttern spielen: Flaschenkinder schrien laut der Studie weniger als Babys, die gestillt werden.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Patrick Frei  (Freidenker)
    Das sind doch eher magere bis gar keine Interpretationen. Selbst die Datenlage kratzt nur an der Oberfläche. Ein interessantes Thema bleibt's dennoch und es sei hier auf das Buch "Auf der Suche nach dem verlorenen Glück" von Jean Liedloff verwiesen, die - auch ohne wissenschaftliche Ansprüche - das Tragen des Kindes am Körper als Hauptgrund für weniger Schreien anführt.
    1. Antwort von ely berger  (bernina)
      "Auf der Suche nach dem verlorenen Glück" habe ich vor wohl 40 Jahren gelesen - was für ein eindrückliches Buch. Gehören Sie auch zu den älteren Semestern oder wird das heute tatsächlich noch gelesen?
  • Kommentar von marlene Zelger  (Marlene Zelger)
    Logisch - im Land des Belcanto!