Die Entstehung der Schweizer Landschaft ist eine komplexe Sache. Zum Beispiel das Mittelland: Vor 33 Millionen Jahren war es noch vom Meer überflutet, bevor es vollständig aufgeschüttet wurde. Dann wieder kurz überflutet und nochmals aufgefüllt.
Eine vielfache Abfolge von Schichten entstand. Flüsse brachten dann Nagelfluh, Sandsteine und Mergel mit. Bei Hochwasser ergossen sich regelrechte Schlammströme aus den Alpen und schwemmten das Gestein massenweise mit. An den Alpenrändern häufte sich dieses in Form von Schuttfächern.
Gestaucht, verfaltet, getürmt
Den Geologen Adrian Pfiffner faszinieren solche Vorgänge. Jahrelang hat er als Professor an der Universität Bern sein Wissen an die Studierenden weitergegeben. Mit seinem neuen Buch will er nun seine Faszination bis in die Schweizer Stuben transportieren.
Er beschreibt die geologischen Vorgänge mit einer Fülle an Stoff. Besonders eindrücklich ist dies in den Kapiteln über die Alpen und deren hochkomplexe Strukturen.
Kurz zusammengefasst: Die Alpen sind aus einem Zusammenprall zweier Kontinente entstanden. Gewaltige Gesteinspakete sind dabei gestaucht, ineinander verfaltet und aufeinandergetürmt worden.
Viele Bilder und Grafiken
Nicht immer ist der Text für Laien so leicht verständlich, wie Pfiffner das versucht hat zu konzipieren. Trotzdem ist das Buch auch für Nicht-Fachpersonen zugänglich. Zum einen über zahlreiche Grafiken, welche die geologischen Formen und Prozesse anschaulich erklären.
Zum anderen liefert Pfiffner er zu den beschriebenen Landschaften spektakuläre Luftbilder, die ihm die Schweizer Luftwaffe zur Verfügung gestellt hat. Es sind Bilder von Gebirgszügen und Tälern, Gipfeln und Gletschern, die unsere Neugierde wecken für die geologischen Geheimnisse, die darunter liegen.