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Tiefsee-Spektakel Wo sich Kontinente bewegen, brodelt der Meeresgrund

Forschende haben erstmals gemessen, wie sich tief unten im Meer tektonische Platten voneinander entfernen.

Zum ersten Mal haben Forschende verfolgen können, wie Meeresboden aufreisst, dann Magma aufsteigt, erkaltet und sich neue Erdkruste bildet.

Wie Ozeanboden und Erdkruste entstehen, ist schon lange bekannt

Seit Mitte des 20. Jahrhunderts ist bekannt, dass die Ozeane etwa jeweils in ihrer Mitte von sogenannten Ozeanrücken durchzogen sind, die zusammengenommen etwa 65’000 Kilometer lang sind. Dort driften die grossen Erdplatten auseinander. An diesen Stellen dringt entweder Magma von unten hoch, oder die Platten werden langsam gedehnt.

Unterwasseransicht eines Vulkanausbruchs mit Lava und Rauch.
Legende: So könnte es aussehen, wenn am Meeresboden Magma aus der Tiefe dringt. (Illustration) mauritius images/nature picture library/Doug Perrine

Bisher gab es, wenn dann, durch Zufall wissenschaftliche Daten über solche Bewegungen.

Diesmal installierten Forscher gezielt 20 Messgeräte dort am Meeresgrund, wo sie auf Bewegung hofften, konkret am mittelatlantischen Rücken, etwa in der Mitte zwischen Australien, der Antarktis und Afrika, nahe der kleinen Amsterdam-Insel.

Und tatsächlich: Ende April gab es dort mehrere, kleine Erdbeben, der Meeresboden senkte sich einige Meter ab, die Platten wichen mindestens zwei Meter auseinander, und Magma stieg auf.

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