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Natur & Umwelt Das Inland-Eis der Antarkis schmilzt

Der Klimawandel wirkt sich einer Studie zufolge auch auf das Eis auf dem antarktischen Festland aus. Bis jetzt galten die Gletscher dort als stabil. Die Verluste sind deutlich.

Berglandschaft in der Antarktis
Legende: Berge und Gletscher in der Antarktis: Bisher war das Inlandeis der Antarktis stabil. Wissenschaftler haben Belege gefunden, dass seit 2009 auch diese Eisflächen schrumpfen. Imago

Der Eisschild im Südwesten der antarktischen Halbinsel verliert seit einigen Jahren an Masse. Das haben Satellitendaten-Auswertungen, Link öffnet in einem neuen Fenster von Wissenschaftlern der britischen Universität Bristol und des Bremerhavener Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung (AWI) ergeben. Demnach schrumpfte das Inland-Eis auf einer Küstenlänge von 750 Kilometern seit 2009 deutlich.

Klimawandel erwärmt den Ozean

Die Wissenschaftler vermuten, dass warme Ozeanströmungen in dem Gebiet dafür verantwortlich sind. «Durch die Erwärmung schmilzt zunächst die Unterseite des Schelfeises, das das Inland-Eis bisher stabilisiert hat», sagt AWI-Geophysiker Veit Helm. Als Schelfeis bezeichnet man hohen Eisflächen, die auf dem Meer schwimmen – und immer wieder abbrechen.

Die Eisoberfläche einiger Gletscher in der Region, so die Forscher, verliere inzwischen vier Meter pro Jahr an Höhe. Der Verlust sei bereits so hoch, dass auch kleine Veränderungen im Schwerefeld der Erde nachweisbar seien.

15 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Stadler, Wittenbach
    Wenn alle Gletscher der Antarktis schmelzen würden…müsste die Erde "Wasser"heissen. Der Antarktische Eisschild ist rundherum von sogenannten Eisschelfen umgeben – riesige schwimmende Eismassen, die mit dem Inlandeis verbunden sind. Sie wirken wie eine Bremse auf das landeinwärts liegende Eis. Wenn es zu einer starken Erwärmung kommt, können diese Eisschelfe auseinander brechen und es ist damit zu rechnen, dass mehr Inlandeis ins Meer abgleitet.
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    1. Antwort von Ramon Gfeller, Bern
      In der Erdgeschichte sind eisfreie Pole die Regel und ewiges Eis die Ausnahme. Der Wikipediaartikel "Klimageschichte" ist für einen Überblick ganz interessant zu lesen.
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  • Kommentar von kari huber, surin
    Da bringt wieder einmal jemand Kraut und Rüben durcheinander. Dass das Eis der antarktischen Halbinsel abnimmt und grosse Stücke Gletscher ins Meer fallen, weiss man seit langem. Auf dem ganzen Gebiet der Antarktis wächst jedoch die Eismasse der Gletscher; die antarktische Halbinsel ist die Ausnahme. Auch wenn hier jemand offenbar bewusst Unsicherheit verbreitet, indem von Inlandeis gesprochen wird.
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    1. Antwort von Tom Rosen, Erlenbach
      Da die wenigsten hier (weder die Beitragsschreiber noch die Beitrag-Kommentierer) sich dem Relativismus verschrieben haben und die meisten Artikel mässig recherchiert und viel öfter noch einseitig sind, ist es beruhigend, zu sehen, dass es doch noch aufmerksame und belesene Kommentatoren gibt. Genau - erst im Copytext wird die Antarktische Halbinsel, der Sporn, der weit in den antarktischen Ozean ragt und kaum etwas mit dem tatsächlichen Festland zu tun hat, wo das Eis gewaltig wächst.
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  • Kommentar von Walter Starnberger, Therwil
    Grundsätzlich geht die Entwicklung in die richtige Richtung. Wasser in gefrorenem Zustand (Eis) ist vollkommen nutzlos. Erst in flüssigem Zustand entfaltet es sein volles Potential und dient beispielsweise als Grundlage des Lebens. In den warmen Regionen der Erde ist viel mehr Leben da als in kalten.
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    1. Antwort von P. Studer, Zug
      das stimmt leider hinten und vorne nicht. Bloss weil es keine Elefanten und Palmen gibt, bedeutet dies nicht einmal, dass es dort weniger Arten gibt. Globale Zusammenhänge, wie Meeresströmungen (vom kalt-warm-Gefälle angetrieben), Sauerstoff- und nährstoffgehalt der wasserschichten (strömungsabhängig) in den Weltmeeren, lassen Sie einfach weg. So einfach, wie Sie es sich vorstellen, ist unsere Welt nicht! Von wegen "Entwicklung in die richtige Richtung"!!!!
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