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Armin Capaul mit einigen seiner Kühe
Legende: Kühe sollen wieder Hörner tragen – dafür kämpft Armin Capaul, Biobergbauer aus dem Berner Jura. Keystone
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Natur & Tiere Den Kühen die Hörner und die Würde zurückgeben

Es soll wieder mehr Hornvieh mit Hörnern auf Schweizer Weiden grasen. Das wollen die Initianten der Hornkuh-Initiative erreichen. Sie fordern, dass Bauern, die horntragende Kühe und Ziegen halten und naturnah, umwelt- und tierfreundlich wirtschaften, vom Bund finanziell unterstützt werden.

Den Kühen werden die Hörner heute vor allem deshalb entfernt, weil es in den modernen Laufställen sonst zu Verletzungen kommt. Für Bergbauer und Gründer der Hornkuh-Initiative Armin Capaul ist das der falsche Ansatz. Man nehme den Tieren ihre Würde, wenn man sie aus rein wirtschaftlichen Gründen zurechtstutze, sagt er. «Richtig wäre es, die Ställe grösser zu bauen und die Tiere gut zu behandeln, dann gibt es keine Verletzungen.»

Tatsächlich ist es möglich, Laufställe auch für horntragende Kühe tiergerecht zu konstruieren – leicht grösser und mit baulichen Besonderheiten wie Liegeboxen, die nach vorn und hinten offen sind. Das Forschungsinstitut für biologischen Landbau FiBL und andere Einrichtungen haben dazu Richtlinien erarbeitet.

Wissenschaftliche Beweise gibt es noch keine

Doch wie wichtig sind die Hörner fürs Wohl der Kuh? Zu dieser Frage laufen noch Studien, bisher gebe es keine wissenschaftlichen Beweise, dass horntragende Kühe grundsätzlich gesünder seien als hornlose, heisst es beim FiBL. Doch sei das klassische Enthornen kein schmerzfreier Eingriff, weil er dem Kalb nach der Betäubung noch eine Weile lang weh tue. Auch seien enthornte Kühe eingeschränkt in ihrem natürlichen Verhalten. Unter anderem benutzen die Tiere die Hörner, um sich zu kratzen, oder um sich bei ihren Rangkämpfen am Kopf miteinander zu verkeilen.

Die Initiative

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Wer Kühen die Hörner lässt, soll vom Bund Geld bekommen. Dafür kämpft Bergbauer Armin Capaul. Mittlerweile sind für seine Hornkuh-Initiative 100‘000 Unterschriften beisammen. Capaul ist zuversichtlich, dass die Initiative zustande kommt, obwohl bis jetzt erst drei Viertel der Unterschriften beglaubigt sind und die Einreichfrist am 23. März abläuft.

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22 Kommentare

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  • Kommentar von angela keller , sirnach
    Nicht die Kuh muss verändert werden, damit sie in den Stall passt. Der Stall wird für die Kühe passend gemacht.Das Enthornen verstösst gegen den vom Gesetz geforderten Schutz der Würde der Tiere.Ohne Hörner kann man mehr Kühe in einen Laufstall sperren und ihr natürliches Sozialverhalten weitgehend ignorieren. Etwas, das die Natur den Tieren mitgegeben hat, darf man ihnen nicht einfach wegnehmen.
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  • Kommentar von angela keller , sirnach
    Hörner sind ja ein eigenes Organ bei den Rindern, die sind ganz intensiv durchblutet. Am Horn kann man auch wahrnehmen, wann ein Tier erkrankt. Wenn das Horn kühl oder kalt wird, dann merkt man am Horn, dass das Tier nicht mehr gesund ist. Im Stall müssen Fressgitter oben offen sein, sodass eine Kuh mit Hörnern schneller rauskommt, wenn sie von anderen Kühen gedrängt oder geschubst wird und vorallem genügend Platz im Laufstall.
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  • Kommentar von Thomas Keller , Seftigen
    Bauern sind nur Tierlieb und Naturschützer solange sie dafür Kohle sehen...wenn die Zahlungen wegfallen ist ihnen die Tiere und Natur schon morgen scheiss egal !
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