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Bergkette im Sommer mit breiter Eisfläche, darunter zuerst kahles Gestein. Das Gestein am unteren Bildrand ist mit Gräsern und Moosen bewachsen.
Legende: Dammagletscher in den Urner Alpen: Wo vor einigen Jahren noch Eis war, entsteht eine blühende Landschaft. WSL / Beat Stierli
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Natur & Umwelt Der Gletscher geht – das Leben kommt

Die Schweizer Gletscher schmelzen – und legen Geröllwüsten frei. Seit Jahren untersuchen Forscher, wie sich unter dem Dammagletscher in den Urner Alpen Leben ansiedelt. Ihre neue Studie zeigt nun auf, welche Mikroben als erste gedeihen und anderen Lebewesen den Weg bahnen.

Die Gletscher in den Alpen ziehen sich zurück und hinterlassen eine unwirtliche Landschaft. Doch dann passiert Erstaunliches: Innerhalb weniger Jahre verwandeln sich die Geröllwüsten in blühende Natur. In einer Studie hat ein Team der Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL am Dammagletscher in den Urner Alpen erstmals das gesamte Artenspektrum im Boden eines Gletschervorfelds analysiert: Bakterien, Pilze, Algen.

Artenreichtum innerhalb weniger Jahre

Zwischen 1000 und 1300 Arten haben die Forschenden in 144 Bodenproben gefunden – obwohl dort, wo vor einigen Jahren noch Eis war, lebensnotwendiger Kohlen- und Stickstoff fast vollständig fehlten. Doch die Pioniere, Cyanobakterien , Link öffnet in einem neuen Fensterund Grünalgen, holen sich die benötigten Stoffe aus der Luft und dem geschmolzenen Gletschereis.

Mit Hilfe von Sonnenlicht produzieren sie neue Organismen. Sterben diese, reichern sie als Nährstoffe den Boden an. Andere Organismen folgen. Wie sich ein solches Biotop weiterentwickelt, zeigt ein Blick in Richtung Tal: Zuerst besiedeln Moose und Flechten das ehemals vereiste Tal, dann Kräuter und Sträucher, bis nach über 100 Jahren auch Bäume wachsen.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von daniel , st.gallen
    wen etwas altes geht, kann neues entstehen. in der natur hat alles seinen zwerk. vor dem gletscher war es bestimmt auch schon greun. so widerholt sich der ablauf auf ein neues. gut moeglich das in 200 od. 300 jahren die gletscher wider wachsen, und alles wider in einen l a n g e n winterschlaf versetzen. bis zum naechsten auftauen.
  • Kommentar von Rolf Künzi , Winterthur
    Genau endlich mal ne positive Sichtweise der Dinge.vielleicht sogar nach 60 Jahren.