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Natur & Umwelt Werden die Meere leerer – oder die Fische vorsichtiger?

Rückläufige Fangzahlen müssen nicht immer auf schrumpfende Fischbestände zurückgehen. Zu diesem Ergebnis kommt ein Forscherteam nach Videoanalysen vor Mallorca. Es könne auch eine Population von Vorsichtigen entstanden sein.

Angel-Verbotsschild an der Küste
Legende: Angel-Verbot an der Küste von Mallorca: Gerade in Schutzzonen beissen die aggressiveren Raubfische schnell zu - die Vorsichtigen überleben und vermehren sich. Imago

Der Eindruck rückläufiger Bestände entsteht laut Forschern auf Mallorca dadurch, dass sich diejenigen Fische erfolgreicher vermehren, die einen grösseren Hang zur Vorsicht in den Genen tragen. In einer Langzeitstudie untersuchten sie die Bestände von Schriftbarschen und Ringelbrassen.

Während Schriftbarsche in Schutzgebieten die Köder sofort attackierten, Link öffnet in einem neuen Fenster, taten sie das in den befischten Gebieten kaum. Die These der Forscher: Die aggressiveren der Raubfische wurden mit der Zeit aus dem Bestand verdrängt. Die Vorsichtigen hingegen überlebten und vererbten ihre Eigenschaften an mehr Nachwuchs. Die alles fressende Ringelbrasse dagegen war überall schlecht zu fangen.

Eine andere These sei, dass die Unfangbarkeit nicht von der Selektion käme, sondern die Fische direkt lernen, dass bestimmte Köder gefährlich sind. Die Forscher geben jedoch zu bedenken, dass dann auch die Ringelbrasse auf die Bedrohung hätte reagieren müssen.

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