Immer weniger Monarchfalter

In Nordamerika ist der Monarchfalter der bekannteste Schmetterling – hierzulande kennen ihn viele durch seine Hauptrolle in Steven Spielbergs Serie «Under the dome». Nun melden Forscher zum wiederholten Mal: Der Bestand der Falter schwindet. Schuld sei vor allem die intensive Landwirtschaft.

Unzählige Monarchfalter auf dem Ast eines Nadelbaums. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Früher waren die federleichten Falter zahlreicher: Unter ihrem Gewicht bogen sich Äste von Kiefern, Tannen und Zypressen. Reuters

Die Zahl der orange-rot gezeichneten Amerikanischen Monarchfalter ist einer Studie zufolge dramatisch zurückgegangen. Nur noch sieben Kolonien der Schmetterlinge auf insgesamt nicht einmal 0,7 Hektar seien diesen Winter in Zentralmexiko gezählt worden, teilte der WWF Deutschland mit. Binnen eines Jahres sei die Population, die schon im Vorjahr auf einem Rekordtief war, nochmals um fast die Hälfte gefallen, um 44 Prozent.

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Seit Beginn der Zählungen 1993 haben laut WWF Deutschland noch nie so wenige Falter Mexiko erreicht. Die Zahlen schwankten zwar immer – sinken aber in der Tendenz deutlich.

Der WWF macht vor allem die intensive Landwirtschaft für den Rückgang verantwortlich. In den USA und Kanada, wo die Falter im Sommer leben, seien viele Brachflächen in Acker-Monokulturen umgewandelt worden. Seidenpflanzen, die Hauptnahrung der Raupen, würden durch die dabei verwendeten Pestizide zurückgedrängt.

Im Herbst fliegen gewöhnlich Abermillionen Monarchfalter (Danaus plexippus) aus Kanada und den USA in ihre warmen Winterquartiere im bewaldeten Hochland von Zentralmexiko. Dabei legen sie in mehreren Generationen über 4000 Kilometer zurück. Wie genau die Schmetterlinge ihr Ziel finden, ist nach wie vor nicht genau geklärt.