Zum Inhalt springen

Natur & Umwelt Warum sich Treue lohnt

Warum leben Menschen und einige Primaten-Arten monogam? Laut einer neuen Studie ist dieses Verhalten im Verlauf der Evolution vermutlich entstanden, um Tötungen des eigenen Nachwuchses zu verhindern.

Ein Caqueta-Springaffe.
Legende: Bund fürs Leben: Der Caquetá-Springaffe, 2010 in Kolumbien entdeckt und beschrieben, gilt als monogam – unter Primaten eher die Ausnahme. Keystone

In einer festen Zweierbeziehung kümmeren sich die männlichen Partner nicht nur mit um den Nachwuchs, sondern beschützen ihn auch vor anderen Männchen. Dies berichten Forscher in den «Proceedings» der Nationalen Akademie der Wissenschaften der USA. Für die Weibchen bedeutet dies auch, dass sie schneller wieder trächtig werden können.

Das Team um Christopher Opie vom University College London trug Angaben über 230 Primatenarten und deren Verhalten zusammen – etwa, in welcher Beziehung die Partner zusammenleben oder wie hoch die Zahl der Kindstötungen in einer Population ist. Unter Berücksichtigung der Verwandtschaftsverhältnisse fanden sie Hinweise, welches Verhalten im Verlauf der Evolution zuerst entstand.

Mitsorgende Väter ermöglichen demnach auch eine lange Abhängigkeit des Nachwuchses von den Eltern – und damit auch eine lange Entwicklungszeit insbesondere des Gehirns. Auch beim Menschen habe die Monogamie vermutlich zur Entstehung unseres komplexen Gehirns beigetragen, so die Wissenschaftler.

3 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Franz NANNI, Nelspruit SA
    Guguseli! Die Monogamie ist absolut ein Produkt der Menschen, speziell der Religionen. Ein Kontrollmittel das sehr effektiv ist. Natuerlich ist eher, dass man sein Erbgut weit streut mit viel verschiedenem Nachwuchs. Warum nur gehen so viele Maenner fremd (zum Fremdgehen braucht es uebrigens nahezu genau so viele Frauen) Da lob ich mir die Vielweiberei... die uebrigens in vielen Laendern ganz legal ist. Auch in SA. Das ist natuerlich und selbst der Bibel nicht fremd... (altes Testament).......
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Alex Bauert, Bern
    Wüstenasseln (ähnl. Kellerassel, die grauen «Tausendfüssler») sind auch monogam, genauso Papagei Ara, etc. Es geht also auch ohne «Entstehung des komplexen Gehirns». Krokodilweibchen schützen ihre Jungen alleine und das effizient. Wenn mal zu wenig Wasserlöcher vorhanden sind, kämpfen sie darum, wer alle Jungen - auch die der anderen Weibchen - schützen «darf». Das stärkste übernimmt den Job. Schimpansen ermöglichen eine lange Entwicklungszeit - und sind polygam.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Helene Baenziger, Solothurn
      was haben Sie denn gegen Monogamie??????
      Ablehnen den Kommentar ablehnen