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Legende: Modell eines Asteroiden, der auf die Erde aufschlagen könnte. Getty Images
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Abwehr von Asteroiden Können Atombomben die Erde vor Asteroiden schützen?

Asteroiden können der Erde gefährlich nah kommen. Forscher haben Theorien, wie im Ernstfall reagiert werden soll – ob die Methoden funktionieren, ist aber unklar.

Fünf Jahre ist es her, dass ein Asteroid auf die Erde stürzte und im russischen Tscheljabinsk für Schäden und Verletzte sorgte.

Von einem Weckruf wurde damals gesprochen – niemand hatte den Asteroiden kommen sehen. Daraufhin wurden Initiativen wie der «Asteroiden-Tag» gestartet.

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Wie können wir uns vor Asteroiden schützen?
02:16 min, aus HeuteMorgen vom 15.02.2018.
abspielen. Laufzeit 02:16 Minuten.

Es wurden Forderungen laut nach deutlich mehr Mitteln für die Früherkennung. Denn sie ist aufwändig und kostspielig. Und selbst wenn die Früherkennung funktioniert, gibt es ein weiteres Problem: Ob die bekannten Methoden zur Abwehr funktionieren würden, ist unklar. Denn keine der Methoden wurde bislang erprobt.

Meist harmlose Meteore

Das kosmische Bombardement findet die ganze Zeit statt, sagt Alan Harris, Professor am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Berlin. «Staubteilchen oder Sandkörnchen erscheinen als Meteore am Himmel. Die kann man jede Nacht sehen.»

Es gibt aber auch richtig helle Feuerkugeln. Die können zehn Zentimeter oder bis zu einem Meter gross sein. Meist verglühen sie harmlos in der Atmosphäre.

Der Meteor von Tscheljabinsk hingegen war so gross wie ein Einfamilienhaus – der grösste Asteroid, der seit über 100 Jahren die Erde erreichte.

«Das war ein Weckruf!» sagt Harris. «Wir haben sehr wenig Erfahrung mit solchen Asteroiden. Es kann immer wieder vorkommen und sehr gefährlich sein.»

Legende: «Wir brauchen mehr Geld», so Alan Harris, damit die Forschungsprogramme weiter entwickelt werden können. DLR

Doch der Weckruf drang nicht bis in die Politik, so Alan Harris. «Wir hoffen auf neues Geld. Vielleicht bekommen wir es nächstes Jahr, aber das ist nicht garantiert.»

Wir brauchen dringend Testmissionen.

Blosse Theorie

Das Problem: Noch immer ist unklar, was genau zu tun sei, wenn ein grosser Asteroid auf die Erde zurast. Für ein Objekt, das hunderte Meter oder gar mehrere Kilometer gross ist, gibt es zwar Ideen für Gegenmassnahmen. Aber nur in der Theorie.

Harris hat deshalb eine klare Forderung: «Wir brauchen dringend Testmissionen, um zu sehen, ob unsere Behauptungen, Erwartungen und Berechnungen stimmen.»

Sci-Fi in der Realität

Was sich die Forscher konkret ausgedacht haben, klingt abenteuerlich: Während der Asteroid mit hoher Geschwindigkeit auf die Erde zurast, müsste ihn eine Rakete punktgenau treffen – gewissermassen wie ein Rammbock.

So könnte der Asteroid minim von seiner Bahn abgelenkt werden. «Wenn wir das lange im Voraus machen, würde eine geringe Änderung der Umlaufbahn ausreichen, damit das Objekt an der Erde vorbeifliegt.»

Falls das schief gehen solle, wären Atomraketen zur Sprengung ein mögliches Notfallszenario. Das ist jedoch politisch umstritten. Und auch hier ist unklar, ob es überhaupt funktionieren würde.

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Meteorit die Erde erreicht, ist klein. Zudem können grössere Asteroiden Jahre bis Jahrzehnte im Voraus entdeckt werden.

Der Forschung bleibt also wohl noch ein bisschen Zeit. Doch eine absolute Gewissheit gibt es in der Asteroidenforschung nicht.

Sendung: Radio SRF 4 News, Heute Morgen, 15.02.18, 07.45 Uhr

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Legende: Getty Images / Bildmontage

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14 Kommentare

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  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Forscher-Theorien mit Atombombeneinsatz gegen Asteoriden?? Pro und Kontra eines solchen Einsatzes für die Menschheit? Es gibt keinerlei Garantie für "Leben". Der Tod hingegen ist garantiert und kann zum Glück von keiner Menschenseele verhindert werden!
  • Kommentar von Thomas Käppeli  (Tokapi GT)
    Googelt man nach der Masse kosmischen Materials, welches täglich auf die Erde fällt, stösst man je nach Quelle auf Schätzungen von 30 bis 10’000 Tonnen/Tag. So oder so, rieselt uns täglich kosmischer Staub auf die Köpfe. Von Bedeutung sind nur Häufigkeit, Masse, Geschwindigkeit und Zusammensetzung der Grösseren. Ein Körper aus Fe/Ni, Gestein oder heterogener Komet, führt beim Eintritt in die Atmosphäre auch zu unterschiedlichen Auswirkungen. Mehr Sorgen bereitet mir aber unser atomares Arsenal.
  • Kommentar von Klaus Albrecht  (notabene)
    Mein Gott noch mal! Wie krank sind wir eigentlich in unserem Hirn? Wir geben Milliarden aus um uns gegenseitig zu vernichten und haben kein Geld für die Forschung zur Abwehr unserer aller Vernichtung! Vielleicht brauchen wir ja doch mal so einen Brocken auf die Lampe dass wir endlich wieder zu Verstand kommen.
    1. Antwort von Denise Casagrande  (begulide)
      K.Albrecht: Unser aller Vernichtung, sind wir Menschen seit Jahrzehnten selber! Dafür gibt es leider keine effiziente "Abwehr"!! Den "Brocken" auf die "Köpfe" der habgierigen, ausbeuterischen, skrupellosen und verschwendungssüchtigen Menschheit, könnte vielleicht hilfreich sein.....