So tief wie nie zuvor sollte die Sonde Cassini am Mittwoch in den Wasserdampf und die Eispartikelwolken am Südpol von Enceladus tauchen. Die Mission sei gelungen, meldete die Nasa nun: Die Sonde habe das Manöver gut überstanden; Fotos seien in den kommenden Tagen zu erwarten.
Die Nasa spricht von einem «historischen Vorbeiflug». Cassini sollte nicht nur Fotos machen, sondern auch die Wassereis-Partikel untersuchen: Wie viele dringen aus den Vulkanen und Geysiren auf Enceladus? Woraus bestehen sie? Vor allem soll die Sonde nach molekularem Wasserstoff suchen.
Wasserstoff kann sich bei Reaktionen in heissem Wasser bilden, das stark unter Druck steht. Liessen sich solche Verbindungen in der Wolke bestätigen, so Hunter Waite vom Southwest Research Institute in Texas, würde das beweisen, dass es auf dem Grund des Ozeans von Enceladus (siehe Box) hydrothermale Aktivitäten gebe.