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Die Synagoge von Endingen. Im Aargauer Surbtal existierte jahrhundertelang die einzige jüdische Gemeinde der Schweiz. Deshalb entstand hier eine eigene, heute wieder ausgestorbene Sprache: Das «Surbtaler Jiddisch».
Stefan Ulrich
abspielen. Laufzeit 56:49 Minuten.
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Auch Mundarten können sterben

Alle zwei Wochen stirbt irgendwo auf der Welt eine Sprache – das schreibt die UNESCO. Aber welche Sprachen betrifft das und warum? Und gehören auch Deutschschweizer Mundarten dazu?

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Gastgeberin Nadia Zollinger wittert bei dem Thema eine «True Crime-Story» und fragt sich, wer der Mörder dieser Sprachen und Dialekte ist, welche Todesarten bei Sprachen vorkommen und natürlich: Welche Sprachen oder Dialekte besonders in Gefahr sind.

SRF-Mundartexperte Markus Gasser sieht das weniger kriminologisch und auch weniger apokalyptisch und findet den Vergleich zu Mord und Totschlag fragwürdig. Denn eine Sprache ist kein Lebewesen, sondern in erster Linie ein Werkzeug für die Kommunikation. Und Werkzeuge können nun mal ausser Gebrauch kommen. Aber dass Sprachen ebenso wie Dialekte «verklingen», das beobachtet auch er – und bringt Klangbeispiele aus aller Welt und auch aus der Schweiz mit.

Familiennamen, die auf Frauennamen zurückgehen
Martin Graf vom Schweizerischen Idiotikon erläutert gleich fünf Familiennamen: Anneler, Annen, Barben, Margreth und Dora. Sie alle gehen auf Frauennamen zurück. Aber das ist nicht alles, denn ein solcher Familienname kann ursprünglich von einer Mutter oder von einer Ehefrau ausgegangen sein,. Ausserdem sind sowohl Margreth wie Dora besonders in Graubünden verbreitet. Warum das so ist? - Auch darauf weiss Martin Graf eine Antwort.

Buchtipp

  • Rita Mielke, Hanna Zeckau: Atlas der verlorenen Sprachen. DUDEN-Verlag 2020

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