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Erfundene Ortsnamen kommen in der Literatur häufig vor
Ausschnitt aus der Schweizer Karte «Literatur-Karten»
abspielen. Laufzeit 50:10 Minuten.
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Von Hintertupfingen bis Güllen: Erfundene Ortsnamen der Schweiz

Erfundene Orte und erfundene Ortsnamen findet man überall: in Sprichwörtern, Zeitungen, Liedern und in der Literatur. Besonders in der Schweiz gibt es sehr viele davon. Wir begeben uns auf deren Spur und damit auf eine Tour de Suisse der ganz anderen Art.

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Wo ist der berühmte «Simelibärg» aus dem Guggisbergerlied? Liegt Gottfried Kellers «Seldwyla» im Kanton Zürich? Und warum wird Basel manchmal auch «Beppipopel» genannt?

Diesen Fragen spüren wir in der Sendung nach. Wir erkunden den Ursprung von erfundenen sprichwörtlichen Ortsnamen wie «Hinderpfupfike» und realen Schweizer Ortsnamen wie «Bettehuuse», die zu Sprichwörtern geworden sind, und wir schauen auf die breite Vielfalt von erfundenen Übernamen, die es für Schweizer Städte gibt. 

Ausserdem widmen wir uns den Ortsnamen in Musik und Literatur: Regionen der Schweiz dienen als Schauplatz vieler Lieder, Theaterstücke und Romane. Man denke nur an den Ort «Güllen» aus Friedrich Dürrenmatts «Besuch der alten Dame» oder an Pedro Lenz' «Schlummertal». Diese Orte sind zwar erfunden, doch anhand gewisser Informationen lassen sie sich trotzdem relativ zuverlässig auf einer Schweizerkarte verorten. Das ist eines der Fachgebiete der Literaturwissenschaftlerin Barbara Piatti. Sie hat auf literatur-karten.ch interaktive Schweizerkarten erstellt, die viel Aufschluss darüber geben, wie dicht die Schweiz mit literarischen Orten besiedelt ist. In der Sendung nimmt sie uns mit an Stellen, wo in der Schweiz erfundene und wirkliche Orte aufeinandertreffen.

In unserer Briefkastenrubrik erklären wir diese Woche den Mundartausdruck «Hinedrii isch ghofstettneret», den (realen!) Ortsnamen «Näckbel» und den Familiennamen Ruhstaller.

Der Mundart-Tipp dreht sich diesmal um ein neues kleines Dialektwörterbuch des Saanenländer Dialekts.

Buchhinweis:

Ruth und Albert von Grüningen (et al.): Saanetütsch. E Sammlig va Mundartsätzlene u -wörtlene u däru Bedütig us em Saaneland vo früejer bis hüt. Müller Medien 2020.