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29.08.2025, 06:00 Uhr «Dialektratis» Glarus

«Zigerbrüüt», «mäijöörisch», «uumäär», «mäinäid», «tedlä», «nuch»: Noch nie haben Markus und Nadia bei einem «Dialektratis« so viele Erkennungswörter für eine Kantonsmundart zugeschickt bekommen wie beim Glarnerland. Man könnte meinen, für einmal halte sich die Sprache an politische Grenzen.

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Grund für diese erstaunliche Menge an Glaronismen sind die geografischen Bedingungen, die Isoliertheit des Tals durch die Berge ringsum. Aber «Glarnertüütsch» ist nicht so einheitlich, wie man meinen könnte: Im Hinterland (Süden) sagt man zum Beispiel: «Mir tüend de Spegg mit em dreggete Messer esse», im Mittel- und Unterland dagegen: «Mir tönd de Spägg mit em dräggete Mässer ässe». Wobei sich Mollis nicht an diese Regel hält. Und der Kerenzerberg auch eine eigene Variante hat. Schaut man genau hin, wird es wie immer kompliziert – und interessant.

Auch wer den «Hürbigraagg» nicht kennt, sollte unbedingt reinhören!

Buchtipp: Glarner Mundartwörterbuch. Herausgegeben vom Verein Glarner Mundartwörterbuch und der Academia Glaronensis. Bearbeitet von Luzius Thöny, Kevin Müller, Sirkka Marti. Baeschlin Verlag 2024

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