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Nicolò Paganini: 24 Capricci für Violine solo op. 1

Den rechten Fuss leicht vorgestellt, das Gesicht aschfahl, so stand er jeweils auf der Bühne, der Teufelsgeiger Nicolò Paganini, dessen dünne, ja dürre Gestalt im schwarzen Frack die Menschen faszinierte und zugleich erschreckte. Einen Pakt mit dem Teufel sei er eingegangen, so erzählte man sich.

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Wenn er auf Tournee war, eilte ihm meist ein Bote voraus, um Tage zum Voraus in der Stadt zu berichten, dass der wundersame Musiker bald ankomme. Worauf die Zeitungen euphorische und reisserische Artikel über ihn veröffentlichten. Paganini war ein Medienstar, und das nicht nur, weil er so gut Geige spielte, sondern vor allem auch, weil er als Projektionsfläche für verdrängte Ängste und Albträume diente. Sogar der seriöse Kritiker Ludwig Rellstab schrieb über Paganini, dass da etwas Unbewusstes geschehe, dass er nicht er selber sei, wenn er spiele. Paganini wurde nach und nach entmenschlicht und die unheimlichen Geschichten rund um den Teufelsgeigers salonfähig gemacht, zum Beispiel, dass seine G-Saite aus dem Darm seiner ermordeten Geliebten gemacht sei.

Wie grossartig zum Beispiel Paganinis 24 Capricen sind und warum sie mehr als virtuose Showstücke sind, das beweisen neue Aufnahmen mit Interpretinnen und Interpreten, die aus den 24 kurzen Stückchen das zaubern, womit Paganini einst die Menschen verblüffte und zum Weinen brachte.

Gäste in der Diskothek von Annelis Berger: Der Geiger Markus Noser und die Geigerin Monika Baer.

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