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03.04.2026, 16:03 Uhr Bachs auferstandenes Passions-Oratorium

Zwei Passionen kennen wir von Johann Sebastian Bach, aber eigentlich gibt es mehr als doppelt so viele. Dieses hier in Lausanne aufgeführte Passions-Oratorium konzipierte Bach für den Karfreitag des Jahres 1725. Nur fehlt von der Musik jede Spur, lediglich der Text hat sich erhalten.

Zwei Passionen kennen wir von Johann Sebastian Bach, aber eigentlich gibt es mehr als doppelt so viele. Dieses hier in Lausanne aufgeführte Passions-Oratorium konzipierte Bach für den Karfreitag des Jahres 1725. Nur fehlt von der Musik jede Spur, lediglich der Text hat sich erhalten.
Der Bachforscher Alexander Grychtolik hat schon verschiedene verloren gegangene Werke von Bach zum Leben erweckt. Etwa die «Köthener Trauermusik» oder eben hier dieses Passions-Oratorium.
Der Text von Picander (der auch für die berühmte Matthäus-Passion zur Feder griff) ist da, nur: wie kommt man zur fehlenden Musik?
In Grundsätzen ganz ähnlich, wie Bach auch selbst oft vorgegangen ist: Grychtolik greift auf bestehende Bach-Musiken zurück. Im Detail freilich ist das komplex und wohl abgewogen und überlegt. Was sich etwa schon daran sehen lässt, dass es 33 musikalische Nummern gibt in dieser Passion. Womit wir schon bei einem typisch Bachschen Thema wären, bei der Zahlensymbolik. 33 Jahre alt soll Jesus gewesen sein, als er gekreuzigt wurde, und in der doppelten Dreierzahl lässt sich natürlich auch die Dreifaltigkeit gespiegelt sehen.

Johann Sebastian Bach: Passions-Oratorium BWV Anh. 169. Eine Rekonstruktion von Alexander Grychtolik

Il Gardellino
Alexander Grychtolik, Leitung
Miriam Feuersinger, Sopran (Zion, Maria)
Elvira Bill, Alt (Seele)
Daniel Johannsena, Tenor (Evangelist)
Tiemo Wang, Bass (Jesus)
Jonathan Sells, Bass (Petrus)

Konzert vom 21. November 2025, Église Saint-François, Lausanne (Festival Bach de Lausanne)

Das Konzert steht bis 30 Tage nach Sendetermin zum Nachhören zur Verfügung.

Gespielte Musik

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