Die britische Komponistin Hannah Kendall gibt den Spielenden im Orchester gerne auch ungewöhnliche Aufgaben; sie gibt ihnen Mundharmonikas und Spieluhren in die Hand. Diese Instrumente sind für ein klassisches Sinfonieorchester ungewöhnlich, dabei - so die Komponistin - klingen sie wunderschön. Und vor allem: Sie zaubern eine ganz eigene Atmosphäre in die Musik.
Hannah Kendall interessiert sich dafür, weil sie mit diesen Instrumenten einen speziellen Raumklang erzeugen kann. In ihrem Orchesterstück «O Flower of Fire» begibt sie sich auf den Weg, die Musik zu «kreolisieren». Damit ist ein Verschmelzen von verschiedenen Einflüssen gemeint, wie wenn Menschen aus verschiedenen Kulturen und Religionen aufeinandertreffen.
Kendalls farbige Klänge eröffnen diesen Konzertabend mit dem Tonhalle-Orchester Zürich, der zwei weitere farbenfrohe und ebenfalls grenzenüberschreitende Werke präsentiert.
Hannah Kendall: «O Flower of Fire» (2023)
Thomas Adès: Violinkonzert «Concentric Paths» op. 23 (2005)
Unsuk Chin: «Alaraph ‹Ritus des Herzschlags›» (2022)
Tonhalle-Orchester Zürich
Pierre-André Valade, Leitung
Leila Josefowicz, Violine
Konzert vom 20. Februar 2026, Tonhalle Zürich
Das Konzert steht bis 60 Tage nach Sendetermin zum Nachhören zur Verfügung.