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23.04.2026, 20:00 Uhr Das «Taktlos» mit neuen Klangwelten

Das «Taktlos» in Zürich ist das Festival für grenzenüberschreitende Musik. Dieses Zurücklassen von bekanntem Terrain kann sich auf Klangliches beziehen, aber auch auf Geographisches oder auf gesellschaftliche Fragen. Etwa im Projekt «Hikikomori» der Musikerin Joana Aderi.

Das Wort «Hikikomori» steht im Japanischen für Menschen, die sich sozial zurückziehen und vereinsamen. Das Phänomen des Rückzugs von der Gesellschaft erkundet Joana Aderi mit musikalischen Mitteln. Dazu stellt sie ein klangliches Geflecht vor, in dem sowohl die Stimme des Individuums wie auch die Stimme des Kollektivs ihren Raum und ihre Entfaltung erhalten. Und eben auch ihre Kräfteverhältnisse ausloten.
Das zweite Konzert, das wir von diesem Festival vorstellen, bestreitet der Posaunist Andreas Tschopp alleine, der bereits in «Hikikomori» auf der Bühne stand. Andreas Tschopp hat sich die traditionelle und oft auch rituell genutzte Musik zu eigen gemacht, die er in Südafrika kennengelernt hat: Musik, gespielt auf dem Kudu-Horn. In der Verflechtung mit dem eigenen musikalischen Weltbild entsteht so eine ganz neuartige Klanglichkeit.

Joana Aderi: «Hikikomori»
Joana Aderi, Stimme
Pablo Giw, Trompete
Vincent Glanzmann, Drums
Vincent Membrez, Synthesizer
Andel Strube, Flöte
Andreas Tschopp, Posaune, Flöte
Marc Unternährer, Tuba

Andreas Tschopp: «What if we align our breath»
Andreas Tschopp, Kudu-Horn, Posaune, Flöten & Sampler

Konzerte vom 13. und 14. März 2026, Kunstraum Walcheturm, Zürich

Das Konzert steht bis 60Tage nach Sendetermin zum Nachhören zur Verfügung.

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