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Im Variationen-Rausch mit Anton Diabelli

Anton Diabelli (1781-1858) war Komponist in Wien, vor allem aber auch Musikverleger. Und als solcher hallt er nach bis heute. Er hatte nämlich die Idee, ein Heft für das klavierspielende Publikum zu drucken mit vielen kurzen Stücken: Variationen über einen von ihm selbst komponierten Walzer.

Fünfzig Komponistenkollegen aus Wien und Umgebung lud er zur Mitarbeit ein. Unter ihnen war auch Beethoven: Er liess sich erst etwas Zeit und kam dann mit einer überbordenden Antwort. Gleich 33 Variationen hatte er verfasst, so vielschichtig und kunstvoll, dass diese Diabelli-Variationen bis heute als ein pianistisches Opus summum gelten.
Doch spannend ist nicht bloss das Meisterwerk von Beethoven, sondern auch der Blick in die Zeit: Mit den vielen Komponistennamen erhalten wir nämlich einen Querschnitt in eine Epoche. Und der Diabelli-Virus war nachhaltig: Bis in unsere Zeit wurden Variationen über den Walzer von Diabelli komponiert. Insgesamt 138 Variationen (Beethoven nicht mitgezählt) hat der Pianist Werner Bärtschi ausfindig gemacht und beim Festival «Klavierissimo» aufführen lassen. Wir hören in gleich zwei Sendungen Ausschnitte aus diesem umfangreichen Diabelli-Projekt.

Ludwig van Beethoven: 24 Variationen über die Ariette «Venni Amore» von Vincenzo Righini für Klavier WoO 65
Ludwig van Beethoven: 33 Veränderungen über einen Walzer von Antonio Diabelli für Klavier op. 120 «Diabelli-Variationen»

Ronald Brautigam, Klavier

Konzert vom 18. Februar 2026, Aula der Kantonsschule Zürcher Oberland, Wetzikon (Festival Klavierissimo)

Das Konzert steht unbeschränkt zum Nachhören zur Verfügung.

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