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Wird Erdogan am 10. August gewählt, wird wohl die «gelenkte Demokratie» eingeführt, wie man sie von Putin kennt.
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Einzelherrschaft – demokratisch verkleidet

Russlands Präsident Putin, Ministerpräsident Orban in Ungarn und Ministerpräsident Erdogan in der Türkei haben vieles gemeinsam: Sie wurden zwar demokratisch gewählt, haben aber für einen einzelnen Regierungschef ungewöhnlich viele Machtbefugnisse.

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In der Türkei will sich Recep Tayyip Erdogan am 10. August zum Präsidenten wählen lassen. Im Erfolgsfall wird er dann wohl eine Staatsform einführen, die Russlands Präsident Putin seit Jahren praktiziert: die gelenkte Demokratie. Das ist eine Bezeichnung für eine Regierungsform zwischen Demokratie und Autoritarismus. In gelenkten Demokratien gibt es sowohl gewählte Parlamente als auch eingeschränkte Menschen- und Freiheitsrechte. Über das Phänomen des antirepublikanischen Politiker-Typus unterhält sich Hansjörg Schultz mit dem Politologen und Demokratieforscher Werner Weidenfeld.

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