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«Jagt sie weg!» – Schwarzenbachs Initiative gegen «Überfremdung»

Am 7. Juni 1970 stimmte die Schweiz über die Initiative des Rechtspopulisten James Schwarzenbach ab, die verlangte, dass die Zahl der Ausländerinnen und Ausländer stark reduziert wird. Obwohl die Initiative abgelehnt wurde, bestimmte sie in den folgenden Jahrzehnten die Migrationspolitik der Schweiz

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Die Geschichte der italienischen Einwanderung in den 1960er Jahren in die Schweiz sei kompliziert und widersprüchlich. Doch es sei gut zu wissen, wie diese Geschichte angefangen hat, sagt der italienische Journalist Concetto Vecchio. Er hat vor kurzem ein Buch über die Schwarzenbach-Aera veröffentlicht, als die Schweiz erstmals über die Begrenzung der Zahl der Ausländerinnen und Ausländer abstimmte.

In «Kontext» erzählt Concetto Vecchio die Geschichte seiner Eltern, die auf der Suche nach Arbeit Sizilien verlassen hatten und in die Schweiz gekommen waren, bei der Abstimmung vor fünfzig Jahren, am 7. Juni 1970, aber nicht wussten, ob sie bleiben dürfen. Obwohl die Initiative abgelehnt wurde, war dem Initiant James Schwarzenbach ein politischer Coup gelungen: Er hatte das Thema Ausländerpolitik erfolgreich auf die politische Agenda gehievt.

Im Gespräch legt der Politologe Damir Skenderovic dar, was aus den rechtspopulistischen Vorstössen aus jener Zeit geworden ist.

Buchhinweis:
Concetto Vecchio: «Jagt sie weg! Die Schwarzenbach-Initiative und die italienische Migration», Orell Füssli

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