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Literatur im Gespräch

«Der heilige King Kong» ist eines von Barack Obamas Lieblingsbüchern. Der Roman des US-amerikanischen Autor James Mc Bride führt uns in den New Yorker Stadtteil Brooklyn Ende der 60er Jahre. Er erzählt von korrupten Cops, müden Mafiosi und einer schwarzen Baptistengemeinde.

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An einem Septembernachmittag 1969 wird der farbige Diakon einer Baptisten Gemeinde zum lebenden Toten. Der Diakon, von allen Sportcoat genannt, schiesst sturzbetrunken auf einen jugendlichen Drogendealer. Und dies vor unzähligen Zeugen. Damit unterschreibt er sozusagen sein Todesurteil. Aber er hat einen Schutzengel und viele Freunde. Der Autor James McBride erzählt mit umwerfendem Humor vom Überlebenskampf von Schwarzen, Hispanics und Italienern in einer Gegend, die geprägt ist vom Leben in Sozialbauten, von Armut aber auch von Solidarität. Die Menschen leben von der Hand in den Mund und von Gelegenheitsjobs. Und manchmal verschwindet die Kirchenkasse der Gemeinde – oder vielleicht war sie auch bloss gut versteckt. Das Besondere an diesem Roman, das sind die so skurrilen, wie liebenswerten Figuren.

Weiter diskutiert Esther Schneider mit Sieglinde Geisel und Julian Schütt die Bücher: «Aber wir lieben dich» von Afonso Reis Cabral, die Geschichte über einen Mord, der sich in Portugal zugetragen und das Land erschüttert hat. Und: «Das Verschwinden der Erde» von Julia Phillips, ein Roman über zwei Mädchen, die eines Tages verschwinden und ein Dorf, ganz im Osten von Russland, in Aufruhr versetzen.

Buchhinweise:
James McBride. Der heilige Kingkong. btb, 2021.
Afonso Reis Cabral. Aber wir lieben dich. Hanser, 2021.
Julia Phillips. Das Verschwinden der Erde. dtv, 2021.

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