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Nach dem Krieg – Wie die Mauer des Schweigens erste Risse bekam

Wie wir uns erinnern, prägt die junge Generation und die Gesellschaft der Zukunft. Die amerikanische Philosophin Susan Neiman sagt, dass man von der deutschen Vergangenheitsaufarbeitung lernen kann.

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Gross war es, und lange hat es gedauert: Das Schweigen über die nationalsozialistischen Verbrechen im Nachkriegsdeutschland, aber auch in der Schweiz. Es brauchte den familiären Druck der jungen Generation, die von ihren Eltern Aufklärung und Rechenschaft verlangte, aber auch medienwirksame Kriegsverbrechertribunale wie den Eichmann-Prozess 1961 in Jerusalem und – im Fall der Schweiz – den internationalen Druck Ende der 1990er-Jahre, um eine umfassende Geschichtsaufarbeitung in Gang zu setzen.

Wie die Mauern des Schweigens in den Jahrzehnten nach Kriegsende aufgebrochen wurden, thematisiert «Kontext» mit Blick auf Deutschland und die Schweiz. Dabei kommt auch die US-amerikanische Philosophin Susan Neiman zu Wort. Als Direktorin des Einstein-Forums in Potsdam befasst sie sich mit der deutschen Geschichte.

In ihrem neuen Buch «Von den Deutschen lernen» zeigt sie auf, wie eine Gesellschaft kritisch mit einer Schuld beladenen Vergangenheit umgehen kann. Sie tut dies nicht zuletzt mit einem Appell an ihre frühere Heimat, die USA, sich vermehrt mit der eigenen Geschichte der Rassendiskriminierung zu befassen.

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