21.06.2026, 12:38 Uhr
-
Judith Holofernes: «Ich wollte nett sein»
Judith Holofernes kennt man als Sängerin und Texterin der Indie-Rock-Band «Wir sind Helden» und als Autorin. In ihrem aktuellen Buch «Hummelhirn» schaut sie auf ihre Kindheit zurück und stellt sich die Frage, was es mit einem macht, wenn man von Erwachsenen als «komisch» wahrgenommen wird.
Moderation:
Michael Luisier
, Redaktion:
Michael Luisier
Um diesen Podcast zu abonnieren, benötigen Sie eine Podcast-kompatible Software oder App. Wenn Ihre App in der obigen Liste nicht aufgeführt ist, können Sie einfach die Feed-URL in Ihre Podcast-App oder Software kopieren.
Ihre frühen Jahre verbringt Judith Holofernes mit ihren getrennten Eltern und anderen Paaren mit Kindern in Westberliner WGs. Dann zieht sie mit ihrer lesbischen Mutter ins damals noch beschauliche Freiburg im Breisgau und eckt überall an. Zu laut, zu schnell, zu berlinerisch. Also beschliesst sie, von nun an nett zu sein. Und bleibt es bis ins Erwachsenenleben und in die Karriere hinein. Bis sie davon krank wird. Zwei Burnouts und eine massive Stimmstörung, die das Karriereende bedeutet, sind die Folge. Also beginnt sie zu schreiben. Auch über ihre Kindheit. Und entdeckt dabei, wie sehr sie die Ausgrenzung geprägt hat. Und noch etwas entdeckt sie: Dass sie ADHS hat, und damit endlich eine Antwort auf die Frage, woher ihr Andersartigkeit in Wirklichkeit kommt.
Von all dem und natürlich auch von der Musik, die für sie schlicht alles bedeutet, erzählt die ehemalige Sängerin und Autorin im Gespräch mit Gastgeber Michael Luisier.
Die Musiktitel:
- Wir sind Helden: The Geek (Shall Inherit)
- Peter Sarstedt: Where Do You Go To (My Lovely)
- Guitar Crusher: I Can’t Help It
- Bob Marley & The Wailers: The Little Birds
- The Contours: Do You Love Me