Arianna Savall und Petter Udland Johansen verbindet seit ihrer Begegnung in jungen Jahren nicht nur eine persönliche Partnerschaft, sondern auch eine gemeinsame musikalische Vision.
Ihr Repertoire ist vielfältig: Es reicht von mittelalterlicher Musik über Barock bis hin zu Volksmusik und freier Improvisation. Diese stilistische Offenheit spiegelt sich besonders in ihrem Ensemble Hirundo Maris wider, mit dem sie internationale Bühnen bespielen. Gleichzeitig treten sie auch als Duo oder in Zusammenarbeit mit Barockensembles auf.
Savall bringt dabei ihre besondere Klangwelt als Harfenistin und Sopranistin ein, während Johansen mit seiner vielseitigen Stimme und einer beeindruckenden Sammlung historischer und traditioneller Instrumente das Klangspektrum erweitert. Ihre Musik wirkt oft wie eine Reise durch Zeiten und Kulturen – fein, atmosphärisch und sehr persönlich.
Auch ihr Lebensmittelpunkt passt zu dieser künstlerischen Haltung: Im ruhigen Fricktal, umgeben von Natur, finden sie Inspiration für ihre Arbeit. Dort verbinden sich Alltag und Musik ganz selbstverständlich – mit Instrumenten, Proben, Unterricht und neuen Projekten direkt im eigenen Zuhause. Das Musikmagazin mit einem Besuch vor Ort.
Rückblick auf die Woche:
Die wichtigsten Musikthemen vor Ostern
Aktuell:
Der Star-Dirigent im Porsche: Kaum einen andereren Dirigenten verbindet man in der öffentlichen Wahrnehmung mit derart viel Extravaganz wie Herbert von Karajan. Obwohl er bald vierzig Jahre tot ist, bietet Karajan weiterhin Gesprächsstoff. Insbesondere seine Vergangenheit mit dem Nazi-Regime wird in der Forschung rege diskutiert. Mitte Februar ist eine Studie in Buch-Form erschienen, unter dem Titel "Genie und Gewissen". Die Studie hat die Karajans Verbindung zum Nationalsozialismus untersucht und bürstet in vielen Belangen gegen den Strich.
Frage der Woche:
Neoklassik - darf das Genre auch ansruchsvoll sein oder nur leicht verdaulich?
Ursprünglich verbindet Neoklassik popmusikalische Strukturen mit klassischen Instrumenten. Aber wie viel künstlerischer Anspruch steckt eigentlich dahinter? Ist das Genre anspruchsvoll – oder vor allem leicht verdaulich?
Konzerttipp:
Das Festival «Confluence» in Zürich.
Das Festival bringt musikalische Welten zusammen, die sonst meistens getrennt bleiben:
Hier begegnen sich Klassik und Volksmusik auf einer Bühne. Im Fokus dieses Jahr: Musik aus Litauen