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Die Ehe – ein Erfolgsmodell, doch wie lange noch?

Sie sollte die Sexualität zähmen, die Frauen schützen, junge Brautleute vom Diktat der Eltern befreien. Die Ehe hatte in ihrer Geschichte viele Funktionen. Und noch heute ist sie der grosse Traum und verspricht Liebe und Glück. Wieso eigentlich? Und wohin geht die Reise?

Als die Ehe, wie wir sie heute kennen, im 13. Jahrhundert erfunden wurde, half sie jungen Paaren, sich von ihren Eltern zu emanzipieren. Sie konnten sich – ohne Zustimmung – verheiraten. Streng genommen reichte es, miteinander zu schlafen. Mit der Reformation kam dann die Idee, mithilfe der Ehe die unkontrollierbare Sexualität zu zähmen. Und mit der Romantik die Vorstellung, dass Ehe, Sexualität und Liebe zusammengehören. Und heute? Die «Ehe für alle», also auch für Homosexuelle, dürfte noch diesen Monat vom Parlament verabschiedet werden. Doch wollen «alle» die Ehe? Ist das Konzept nicht überholt? Und wohin könnte sich die Ehe entwickeln? Darüber sprechen wir mit einer Historikerin und zwei Theolog*innen.