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Geflüchtete mit Behinderung: Barrieren statt Hilfe

Über tausend Menschen mit Behinderungen flüchten jedes Jahr in die Schweiz. Ohne fremde Hilfe können sie ihr Leben nicht meistern. In der Schweiz stossen sie auf viele Hürden, oft bekommen sie die nötige Versorgung nicht. Die christliche Stiftung David Dienst Schweiz will unterstützen.

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Dmytro Zharyi floh, kurz nachdem Russland die Ukraine angegriffen hatte, mit seinen alten Eltern in die Schweiz. Der 41-jährige Menschenrechtsanwalt sitzt im Elektrorollstuhl, ist auf viel Unterstützung angewiesen. Weil er behindert in die Schweiz geflüchtet ist, hat er keinen Anspruch auf Hilfe der Invalidenversicherung: Er bekommt den minimalen Support von der Spitex und kann nur hier leben, weil ihn seine alten Eltern tagsüber unterstützen.


Marco Jörg von der Stiftung David Dienst Schweiz gründete kurz nach Kriegsbeginn in der Ukraine die nationale Koordinationsstelle für Flüchtlinge mit Handicap. Er macht die Erfahrung, dass geflüchtete Menschen mit Behinderung in der Schweiz auf vielerlei Barrieren stossen und grosse Mühe haben, ihren Platz zu finden. Die Schweiz hat zwar die UNO-Behindertenrechtskonvention unterschrieben. Doch mit der Umsetzung hapert es, gerade auch bei geflüchteten Personen mit Behinderung. Für «Perspektiven» haben wir beim Staatssekretariat für Migration nachgefragt.

Autorin: Yvonn Scherrer

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